ANTI-AFFENHITZE: TEIL 6 – TIERE SCHÜTZEN

Diese Woche gibt es Rekordtemperaturen und das ist nicht nur angenehm. Herisau24 sorgt vor: mit sechs Kapiteln, die das Leben erträglicher machen.


(MAL) Grundsätzlich gilt: Was dem Menschen nicht gut tut, tut auch den Tieren nicht gut. Hier gibt es Tipps für Hunde, Katzen, Hamster und Co.

Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde, Katzen, Hamster und Co nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und sind deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich. Hunde können sich zum Beispiel nur über die Drüsen an den Pfosten und durch Hecheln leicht abkühlen.

Zwei Haupt-Tipps

  • Immer genug Wasser zur Verfügung stellen
  • Möglichkeit für schattige oder kühle Orte anbieten.

Das Auto als tödliche Falle

Manchmal muss man Tiere im Auto transportieren, aber man sollte sie nie alleine darin lassen. Die Temperaturen können tödlich sein. Das gilt auch für Autos mit Klimaanlage, wenn diese abgeschaltet ist.

(Quelle: Stadtpolizei Winterthur)

Hunde

Im Freien:

  • Spaziergänge sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen gemässigt sind. Besser einen Spaziergang oder einem Fluss – mit Bademöglichkeiten – entlang machen, als auf Quartierstrassen.
  • Während des Tages kann Asphalt sehr heiss werden. Bereits bei einer Aussentemperatur von 25 Grad kann sich der Asphalt um das doppelte, also auch 50 Grad, erhitzen, Zur Sicherheit den Boden mit der eigenen Handfläche testen. Wenn der Gang über den Asphalt unvermeidbar ist, können Socken die empfindlichen Pfoten schützen.
  • Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Deshalb das Fell nicht zu kurz scheren. Hunde mit hellem Fell neigten zudem zu Sonnenbrand (das gilt auch für Katzen), deshalb gibt es Sonnencreme auch für Tiere.

In der Wohnung / im Haus

  • Den Weg zu den kühlen Plätzen wie Keller oder Waschküche stets zugänglich halten.

Katzen

Im Freien

  • Katzen suchen sich selber schattige und kühle Plätze.

In der Wohnung

  • Wenn es in der Wohnung keinen kühlen Platz hat, dann einen kühlen Platz schaffen, zum Beispiel mit feuchten Handtüchern in der Badewanne oder mit feuchten Tüchern über dem Tierschlafplatz.

Vögel, Hamster und Co.

  • Alle Tiere, die eingesperrt sind, können sich selber kein kühles Plätzchen suchen, also muss der Mensch dafür sorgen.
  • Nie den Käfig der prallen Sonne oder direkt hinter einer Fensterglasscheibe aufstellen. Daran denken, dass sich der Sonnenstand von Morgen bis zum Abend ändert, dass also das schattige Plätzchen vom Morgen, vielleicht am Nachmittag in der prallen Sonne steht.
  • Bei Hitze verdirbt Obst schneller. Es sollte deshalb kleinere Portionen mindestens zweimal am Tag bereitgestellt werden. Obst hat den Vorteil, dass es auch eine Quelle von Flüssigkeit ist.
  • Vögel können besser mit der Hitze umgehen, wenn ein laues Lüftchen weht. Einen leicht eingestellten Ventilator ist für sie angenehm.

Für den Notfall

  • Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestrecktem Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunden und Katzen die Hitze zu sehr zusetzt.
  • Liegt das Tier auf der Seite, hat blasse Schleimhäute und atmet flach, könne es sich um einen Hitzschlag handeln.
  • Wenn die Tiere zu heiss haben, mit nicht zu kaltem Wasser benetzen oder mit kühlen, feuchten Handtüchern bedecken.
  • Den Tierarzt besser früher als zu spät einschalten.

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