APPENZELL AUSSERRHODEN: ENDE DER JAGD AUF REH-, HIRSCH- UND GÄMSWILD

(Kanton AR) Am Samstag, 23. November 2019, ist in Appenzell Ausserhoden die Hochjagd auf Hirsche und Gämsen sowie die Niederjagd auf Rehwild unfallfrei abgeschlossen worden. Weiterhin offen ist die Jagd auf Dachse (bis 15. Januar 2020), Wildschweine (bis 31. Januar 2020) sowie die Passjagd auf Steinmarder und Rabenkrähen (bis 15. Februar 2020) sowie Füchse (bis 29. Februar 2020).


Die ordentliche Rehjagd dauerte vom 2. September bis 2. November. In dieser Zeit ist die Zielvorgabe von mindestens 90 % des Sollabschusses in den Jagdbezirken Mittelland und Vorderland erreicht worden. Im Hinterland musste die Rehjagd bis am 23. November verlängert werden. Das angestrebte Abschussziel wurde dabei knapp verfehlt. Zum Schutz der Wiederaufforstungen, die zur Behebung der Waldschäden durch den Sturm Vaja im Gebiet von Stein und Hundwil angelegt worden sind, wird die Wildhut im Bereich der Schadenflächen deshalb noch einzelne Rehe erlegen. Insgesamt konnten 444 Rehe erlegt werden. Dies entspricht 92 % des Abschussplanes. Dabei wurden im Jagdbezirk Hinterland 89 %, im Mittelland 96 % und im Vorderland 92 % der Abschussvorgaben erfüllt.

Die Hirschjagd, die in zwei Jagdperioden vom 2. bis 23. September und vom 6. bis 11. November 2019 durchgeführt wurde, war sehr erfolgreich. Mit total 58 erlegten Tieren wurde die höchste Rotwildstrecke in Ausserrhoden seit Beginn der Jagdstatistik im Jahr 1933 erzielt. Dabei wurden pro erlegtem erwachsenen Hirsch fünf Hirschkühe oder Kälber geschossen. Dieses Geschlechterverhältnis, zusammen mit der rekordhohen Abschusszahl, ist für eine wirksame Regulierung des Hirschbestandes im gemeinsamen Lebensraum der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen sehr positiv zu werten. Zusätzlich sind während der Hochjagd im ganzen Kanton noch 11 Gämsen erlegt worden.

Auch bei der Wildschweinjagd zeichnet sich eine Rekordstrecke ab. Die Jagdzeit auf diese Wildart läuft noch bis zum 31. Januar 2020. Trotzdem sind bis heute bereits sieben Wildschweine erlegt worden. Dies ist dreimal mehr als in der ganzen vergangenen Jagdsaison 2018/2019 geschossen werden konnte.

Die vergangene Nieder- und Hochjagd wurde von der Jägerschaft verantwortungsbewusst und mit viel Engagement durchgeführt. Damit hat die Ausserrhoder Jagd einen wertvollen Beitrag zur Erreichung eines ausgewogenen Gleichgewichtes zwischen Wild, Wald und Flur geleistet. Die Jagdverwaltung bedankt sich beim Ausserrhoder Patentjägerverein und allen Jägerinnen und Jägern für das gute Jagdergebnis und für den unfallfreien und disziplinierten Verlauf der Jagd.


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