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17.05.2022

Richtlinien für nachhaltige Ernährung

Die Schweiz soll künftig über eines der weltbesten Ernährungssysteme verfügen. Ein Rat aus Bürgerinnen und Bürgern wird entsprechende Empfehlungen erarbeiten. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/DPA/HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH
Gesundheit – Die Schweiz soll sich künftig bei der Ernährung an den Besten der Welt orientieren. Zu diesem Zweck will ein Rat von Bürgerinnen und Bürgern konkrete Empfehlungen für eine nachhaltige und krisenresistente Ernährungspolitik erarbeiten.

Der Bürgerinnen- und Bürgerrat für Ernährungspolitik nimmt im kommenden Juni seine Arbeit auf, wie der Rat am Dienstag mitteilte. Er ist Teil des Projektes "Ernährungszukunft Schweiz". 100 zufällig ausgewählte Personen aus der Schweiz beteiligen sich am Projekt.

Mit dem Bürgerinnen- und Bürgerrat erhalte die Bevölkerung erstmals eine Stimme, um Empfehlungen für konkrete Massnahmen für eine zukünftige Ernährungspolitik in die laufende Diskussion einzubringen, sagte Projektleiter Daniel Langmeier.

Im Rat sässen Köche neben Kindergärtnerinnen und Rentner neben Jugendlichen. Die 100 ausgesuchten Teilnehmenden repräsentierten die Schweiz nach den Kriterien Geschlecht, Alter sowie Verteilung der Stadt-Land-Bevölkerung.

An elf Treffen solle die Frage thematisiert werden, wie die Ernährungspolitik der Schweiz aussehen müsste, um der Bevölkerung bis 2030 gesunde, nachhaltige, tierfreundliche und fair produzierte Lebensmittel zur Verfügung stellen zu können.

Die am Projekt Teilnehmenden werden bis zum 6. November 2022 die von ihnen erarbeiteten Empfehlungen verabschieden. Anschliessend werden sie der Politik und Verwaltung übergeben.

Die Trägerorganisationen nehmen mit ihrem Projekt einen Impuls des Bundesrates auf. Die Landesregierung strebt mit seiner "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030" einen Wandel hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem in der Schweiz an. Sie setzt dabei auf den Dialog.

Keystone-SDA