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02.07.2022

Wer wird Brasiliens neuer Präsident?

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro beim Amerika-Gipfel. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa Bild: Keystone/AP/Marcio Jose Sanchez
Brasilien – Genau drei Monate vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben die vier wichtigsten Kandidaten ihre Anhänger auf den Wahlkampf eingestimmt. Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sowie die Bewerber Ciro Gomes und Simone Tebet beteiligten sich am Samstag in Salvador an einem Umzug zur Feier der Unabhängigkeit des Bundesstaats Bahia, Staatschef Jair Bolsonaro führte in der gleichen Stadt eine Motorradkolonne an. Offiziell beginnt der Wahlkampf im grössten Land Lateinamerikas erst am 16. August.

Der Linkspolitiker Lula liegt in den Umfragen deutlich vor dem rechtspopulistischen Amtsinhaber Bolsonaro. "Unsere Waffe ist die Hoffnung. Aber nicht die Hoffnung jener, die nur darauf warten, dass etwas passiert. Sondern die Hoffnung derer, die arbeiten und kämpfen", sagte Lula auf einer Kundgebung in Salvador. Für den Fall eines Wahlsiegs kündigte der frühere Gewerkschaftsfunktionär die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Stärkung von Arbeitnehmerrechten und die Erhöhung des Mindestlohns an.

Lula regierte Brasilien von 2003 bis 2010. Mit Sozialprogrammen holte er Millionen Menschen aus der bittersten Armut. Auch wirtschaftlich boomte Brasilien während seiner Amtszeit. Allerdings blühte unter seiner Präsidentschaft auch die Korruption in der grössten Volkswirtschaft in der Region. 2018 wurde Lula selbst wegen Korruption und Geldwäsche zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Im vergangenen Jahr hob ein Richter am Obersten Gerichtshof das Urteil auf und Lula erhielt seine politischen Rechte zurück.

Keystone-SDA