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Tausendstel entscheiden gegen die Schweiz

Ein Trio innerhalb einer Hundertstelsekunde: Mujinga Kambundji wird von Gina Lückenkemper (ganz links) noch abgefangen. Bild: KEYSTONE/AP/Martin Meissner
Leichtathletik – Mujinga Kambundji gewinnt an den Europameisterschaften in München die Silbermedaille über 100 m. Zum Schluss gibt die 30-jährige Bernerin den Sieg wegen 5 Tausendstel aus der Hand.

Die Schweizer Sprint-Queen musste sich einzig von der Überraschungssiegerin Gina Lückenkemper bezwingen lassen. Die beiden Frauen wurden in 10,99 Sekunden gestoppt. Die Tausendstel entschieden gegen die Schweizerin.

Mujinga Kambundji lag auf Goldkurs und freute sich deshalb nicht uneingeschränkt über die Medaille. Nach einem genialen Start schien sie die Konkurrentinnen bereits distanziert zu haben. Aber die fliegende Phase klappte nicht optimal. Auf den letzten Metern wurde die Hallen-Weltmeisterin noch abgefangen. Bronze holte die Britin Daryll Neita (11,00). Die Titelverteidigerin Dina Asher-Smith war nicht topfit und brach den Lauf ab.

Die Bahn in München erwies sich trotz des warmen Sommerabends als nicht allzu schnell. Rekorde dürften kaum fallen. Géraldine Frey (11,23) und Nathacha Kouni bei der Grossanlass-Premiere (11,54) schieden in den Halbfinals aus.

Mujinga Kambundji hat im Olympiastadion ihr erstes Ziel erreicht. Sie will auch über die halbe Bahnrunde und womöglich mit der Staffel beim letzten Wettkampf dieser Titelkämpfe zuschlagen.

Keystone-SDA