HERISAU: DIE ATELIER-ERFAHRUNGEN SIND POSITIV

Die Ateliers, die derzeit in mehreren Schulhäusern Herisaus einmal wöchentlich an einem Vormittag durchgeführt werden, sollen Teil werden eines neuen Schulmodells im Zyklus 2.

Im Titelbild Stefan Gander, der am Elternabend als externer Begleiter informierte.


Einige Schuleinheiten haben zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien einen ersten Pilotversuch «Atelier» durchgeführt. Bis zu den Frühlingsferien findet ein zweiter Durchgang statt: An insgesamt fünf Vormittagen vertiefen sich die Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse in einem Thema. Beispiele sind: «Was macht Greta anders?» «Wasserkraft», «Ernährung», «Milch, Käse und Co.» Zusätzlich halten derzeit drei Schuleinheiten eine wöchentliche Chor-Lektion ab – mit allen Schülerinnen und Schülern des Zyklus 2.

Aus Zukunftswerkstatt entstanden

Aufgrund der Erkenntnisse der Zukunftswerkstatt Schule vom November 2017 ist eine Projektgruppe gebildet worden, um sich dem Anliegen einer Veränderung im Zyklus 2 (ehemals Mittelstufe) anzunehmen. Diese hat ein Konzept ausgearbeitet. Parallel entstand eine Begleitgruppe, die aus Eltern zusammengesetzt ist. «Wir wollten nicht einfach ein Konzept kopieren», sagte der für den Zyklus 2 zuständige Schulleiter Markus Stäheli am Elterninformationsanlass, der kürzlich durchgeführt wurde. Stefan Gander, externer Begleiter des Projekts, ging auf die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Hintergründe ein, auf Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen. Ateliers seien hervorragend geeignet, den klassischen Unterricht zu ergänzen. Er nannte etwa die Wahlmöglichkeit, die Leistungsbereitschaft, das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit.

Gedanken und Anliegen gesammelt

Regula Ritter, Mutter eines beteiligten Kindes und Mitglied der Begleitgruppe, äusserte sich positiv. «In einem anderen Kontext als üblich können die Jugendlichen Bereichen Stärken zeigen. Ihre Motivation ist gross.» Nach dem Informationsteil tauschten sich die Eltern mit den Mitgliedern der Projekt- und Begleitgruppe aus: Rückmeldungen und Wünsche wurden gesammelt. Die Gedanken und Anliegen werden nun in der Projektgruppe besprochen. Ziel ist es, dem Zyklus 2 einen festen «Herisauer Rahmen» zu geben, wie sich Markus Stäheli ausdrückte. Zu diesem gehören unter anderem der Wechsel vom Lektionen- zum Blockdenken, das Nutzen von Ressourcen (Jugendliche, Lehrpersonen, Eltern, externe Fachpersonen) und der vernetzte (fächerübergreifende) Unterricht. (pd)


 

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