HERISAUER EINWOHNERRAT BERÄT VORANSCHLAG 2020 AM 4. DEZEMBER

Das Parlament von Herisau behandelt am kommenden Mittwoch, 4. Dezember 2019, den Voranschlag 2020 inklusive Finanzplan, das Legislaturprogramm sowie zwei Baugeschäfte. Wer vor Ort der Debatte folgen will, ist herzlich willkommen.

Der Voranschlag der Gemeinde Herisau für das Jahr 2020 sieht einen Aufwandüberschuss von 990‘000 Franken vor. Die Aufgabenüberprüfung wirkt sich bereits positiv aus. Der Steuerfluss bleibt bei 4,1 Einheiten. Für den Voranschlag 2020 rechnet die Gemeinde Herisau mit Einnahmen von 97,9 Mio. Franken und Ausgaben von 98,9 Mio. Franken.

Im neuen Legislaturprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 hat der Gemeinderat die sieben Handlungsfelder bis 2025 beibehalten. Neu ist dem Legislaturprogramm eine Präambel vorangestellt. Zusätzlich wurden die Themen Digitalisierung und Umwelt aufgenommen. Der Einwohnerrat nimmt das Legislaturprogramm zur Kenntnis.

Zwei Bauvorlagen

Ferner stehen zwei Bauvorlagen auf der Tagesordnung. Der Überbauungsplan Schützenstrasse hängt mit dem Projekt einer Herisauer Firma zusammen, die ihre 185 Arbeitsplätze an einem Standort an der Schützenstrasse zusammenfassen möchte. Beim Teilzonenplan Nieschberg geht es um das Projekt eines Investors, der auf einem unüberbauten Areal zwischen dem Bahnhof Wilen und der Nieschbergstrasse vier Mehrfamilienhäuser zu bauen gedenkt.


Interessierte sind herzlich eingeladen, sich ab 17 Uhr ein persönliches Bild von der Debatte im Einwohnerratsaal im ersten Stock des Gemeindehauses zu machen.


Wie auf herisau24.ch bereits berichtet:

Voranschlag 2020 mit 1 Mio. Franken Defizit

Der Voranschlag der Gemeinde Herisau für das Jahr 2020 sieht einen Aufwandüberschuss von 990‘000 Franken vor. Die Aufgabenüberprüfung wirkt sich bereits positiv aus. Der Steuerfluss bleibt bei 4,1 Einheiten.

Für den Voranschlag 2020 rechnet die Gemeinde Herisau mit Einnahmen von 97,9 Mio. Franken und Ausgaben von 98,9 Mio. Franken.

Positiv ins Gewicht fallen im Vergleich zum Voranschlag 2019 vor allem Minderaufwände beim Strassenunterhalt von knapp 300‘000 Franken und bei den Verkehrsbetrieben von 200‘000 Franken. Dazu kommen um über 900‘000 Franken höhere Steuererträge. Negativ zu Buche schlagen unter anderem die Pflegefinanzierung mit gut 700‘000 Franken Mehraufwand, sowie die wirtschaftliche Sozialhilfe und das kantonale Integrationsprogramm mit je knapp 250‘000 Franken.$

In der Investitionsrechnung 2020 stehen den Einnahmen von 2 Mio. Franken Ausgaben von 14,8 Mio. Franken gegenüber. Diese betreffen unter anderem die Innenrenovation der reformierten Kirche, die Schulhäuser Moos und Rosenau, die Erschliessung des Gewerbegebietes Nordhalde sowie Strassen- und Abwasserprojekte.

Steuerfuss konstant

Der Steuerfuss bleibt laut Antrag des Gemeinderates bei 4,1 Einheiten. Auch der Finanzplan für die folgenden Jahre wurde auf der Basis von 4,1 Steuereinheiten erstellt. Aufgrund der geplanten Investitionen steigt die Verschuldung weiter an. Gemäss dem Finanzplan 2021 bis 2023 sollte es aber möglich sein, die bis dahin anstehenden Investitionen zu tätigen, ohne den Steuerfuss zu erhöhen. Einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat – neben dem erfreulichen Abschluss 2018 – die abgeschlossene Aufgabenüberprüfung und Verzichtsplanung.

Aufgaben- und Finanzplan kombiniert

Die Gemeinde Herisau präsentiert die Planungen erstmals in der Berichtform des Aufgaben- und Finanzplans 2020-2023 und erfüllt damit Anforderungen des kantonalen Finanzhaushaltsgesetzes. Das Dokument erteilt erstmals zusätzliche Auskunft über die Aufgaben und Leistungen der Gemeinde.


 

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