IN WELCHE RICHTUNG SOLL SICH URNÄSCH ENTWICKELN?

«Gemeinsam in die Zukunft» unter diesem Motto stand ein Workshop, zu welchem der Gemeinderat Urnäsch kürzlich die Bevölkerung eingeladen hatte. Die angesprochenen Themen waren vielfältig. Immer wieder genannt wurde eine notwendige Attraktivitätssteigerung am Bahnhof und rund um den Dorfplatz.

Im Titelbild: Gemeindepräsident Peter Kürsteiner bei der Begrüssung der über 60 Urnäscherinnen und Urnäschern am Workshop.


(Gemeinde Urnäsch) Ziel der Veranstaltung war es, Impulse für eine längerfristige Entwicklung der Gemeinde zu erhalten, aufgrund derer dann politische Entscheide gefällt werden können.  Moderiert wurde der Workshop von Jean-Claude Kleiner, Speicher. Den Abschluss der von gegen 60 Interessierten besuchten Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Au bildete ein Apéro riche mit Spezialitäten aus den Heimatländern von in Urnäsch lebenden Asylbewerbern.

Verschiedene Themenbereiche

An Stellwänden konnten zu ganz verschiedenen vorgegebenen Bereichen Anregungen bzw. Wünsche notiert werden. Stichworte waren u. a. Urnäsch im Jahre 2030, Wohnen/Bauland, Familienfreundlichkeit, Gewerbe/Arbeitsplätze, Tourismus, Verkehr/Parkplätze sowie Stärken/ Schwächen von Urnäsch. Bei den anschliessend durch die Mitglieder des Gemeinderats vorgenommen Zusammenfassungen zeigte es sich, dass das Spektrum der Ideen (nicht unerwartet) sehr weit ist und sich die geäusserten Anregungen zum Teil auch widersprechen. Während die einen Gratis-Parkplätze wollen, würden andere eine Bewirtschaftung der Parkplätze begrüssen. Bauland für Wohnbauten aber auch für neu anzusiedelnde Gewerbebetriebe wurde ebenfalls als wünschenswert aufgeführt. Auch ein besseres Velowegnetz in Richtung Waldstatt bzw. Appenzell wurde mehrfach genannt. Der Gemeinderat verwies darauf, dass die Einflussmöglichkeiten der Behörden beschränkt seien und es vor allem auch darum gehe, gute Rahmenbedingungen für private Initiativen zu schaffen.

Dorf und Bahnhof attraktiver machen

Der «Chratten» der Wünsche und Anregungen war gut gefüllt. Zwei Themen allerdings kamen immer wieder: Zum einen eine attraktivere Bahnhofumgebung und zum andern wieder mehr Leben am und um den Dorfplatz. Geschlossene Restaurants seien keine Motivation hier anzuhalten. Um die Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten, sei es wichtig, seine eigenen Besorgungen im Dorf zu machen, wurde gesagt. Als Stärken von Urnäsch wurden das gelebte Brauchtum, die Nähe zum Säntis sowie das gut ausgebaute Wanderwegnetz genannt; allerdings müssten vor Ort vermehrt Synergien genutzt werden. Positiv sei auch das aktive Vereinsleben. Als Schwächen wurden mehrmals die nicht sehr einladende Situation am Bahnhof und am Dorfplatz, langsames Internet und das Fehlen einer klaren Positionierung erwähnt.

An Anregungen und Wünschen fehlt es nach diesem Workshop wahrlich nicht. Sache des Gemeinderates wird es jetzt sein, dies alles  zu bündeln und in gemeinsamem Tun mit engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern das Nötige und Mögliche in die Wege zu leiten.

An Stellwänden war Gelegenheit geboten, Wünsche und Anregungen zu notieren.
Den Apéro riche hatten Asylbewerber im Rahmen des Beschäftigungsprogramms mit Gerichten aus ihren Heimatländern zusammen mit dem Küchenteam des Wohn- und Pflegezentrums Au vorbereitet.

 

Top