SPITALVERBUND APPENZELL AUSSERRHODEN: JAHRESERGEBNIS 2019

(SVAR) Hohe Defizite in den vergangenen Jahren haben den Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden gezwungen, Sanierungsmassnahmen einzuleiten und durch Umstrukturierung, Nutzung von Synergien und Effizienzsteigerung, die Wirtschaftlichkeit und Produktivität zu verbessern, um das Defizit stark zu reduzieren. Das Ergebnis 2019 weist vor dem ausserordentlichen Aufwand „Wertbeeinträchtigungen für Sachanlagen“ ein Minus von knapp CHF 1.9 Mio. aus.


Das Ergebnis ist damit etwas schlechter ausgefallen als erwartet. Die Gründe liegen unter anderem im anspruchsvollen Marktumfeld, einem unerwarteten Rückgang von stationären Patienten über mehrere Wochen und der Schwierigkeit, in einem bedrängten Arbeitsmarkt die vakanten Kaderarztstellen zum gewünschten Zeitpunkt zu besetzen. Insgesamt ist der SVAR nach wie vor und in Anbetracht der teils nicht vorausschaubaren Zusatzbelastungen auf dem richtigen Weg.

Wertberichtigung für den Spitalverbund AR

Gleichzeitig mit der Verselbständigung des SVAR im Jahre 2012 haben sich die Rahmenbedingungen für die Spitäler in der Akutsomatik verändert: die neue Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen nach SWISS DRG trat in Kraft und nicht abgegoltene obligate Vorhalteleistungen belasten das finanzielle Ergebnis. Eingriffe in die ambulante Tarifstruktur TARMED durch den Bundesrat, die Forderung Eingriffe und Behandlungen ambulant vorzunehmen anstatt stationär sowie das neu eingeführte Entschädigungssystem für die Psychiatrie TARPSY kamen schrittweise dazu und haben dazu geführt, dass die Einnahmen kontinuierlich zurückgehen.

Diese Entwicklungen wirken sich unmittelbar auf die Nutzung und die Wirtschaftlichkeit der Sachanlagen und damit auch auf den Wert des SVAR aus. Die Neubewertung der Sachanlagen zeigt auf, dass eine Wertberichtung zum heutigen Zeitpunkt notwendig und fällig ist. Diese beträgt CHF 4.8 Mio. und ermöglicht dem SVAR, die wirtschaftliche Basis zu stärken und die nachhaltige Weiterentwicklung zu sichern. Der Verwaltungsrat des SVAR hat deshalb rückwirkend per 1. Januar 2019 diese Wertberichtigung beschlossen. Sie wird als einmaliger, ausserordentlicher Aufwand im 2019 verbucht. Es ist dem Verwaltungsrat bewusst, dass dieser Entscheid auch Einfluss auf die Staatsrechnung hat.


 

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