TCS AR KANN MITGLIEDERBESTAND HALTEN

An der Hauptversammlung des Touring Clubs Appenzell Ausserrhoden werden «Super-Jubilare» geehrt und Informationen zum Autobahnzubringer A 25 abgegeben.

(pd) Die Mobilität werde für die Menschheit wohl ein immer noch wichtigerer Faktor, sagte Heinz Jucker. «Als Mobilitätsclub will der TCS weiterhin ein verlässlicher und vielseitiger Partner sein», ergänzte der Präsident des Touring Clubs Appenzell Ausserrhoden. 123 Stimmberechtigtes hatten sich am Montag zur Hauptversammlung im Casino Herisau eingefunden.
Mit 7173 Mitgliedern ist der TCS AR eine der grössten Vereinigungen des Kantons. 52 Personen sind seit 50 Jahren Mitglied: Einige «Super-Jubilare» waren anwesend, sie wurden auf der Bühne geehrt. «Wir konnten den Mitgliederbestand von vor einem Jahr praktisch halten», freute sich der Präsident. Dies freue ihn, sei aber eine Verpflichtung gegenüber den Mitgliedern, einen Mehrwert zu bieten. Er ging denn auch auf einige Veranstaltungen sowie Angebote des vergangenen Jahres ein und wies auf bevorstehende Kurse und Anlässe hin – wie den Oldtimertreff auf der Schwägalp vom 30. Juni.

Vorstand ist unverändert

Keine Wechsel gab es im Vorstand: Diesem gehören nebst Heinz Jucker Vizepräsident Christian Baumberger (Kommunikation und Marketing), Micheline Schicho (Finanzen), Peter Aeschlimann (Informationstechnologie), Herbert Hänni (Mitgliederreisen) sowie Thomas Naef (Weiterbildung) an. Die finanzielle Situation des Vereins ist nach wie vor stabil. Bei einem Gesamtaufwand von rund 132’000 Franken schloss die Rechnung für das vergangene Jahr mit einem Gewinn von rund 4200 Franken ab. Das Budget für 2019 sieht bei leicht höheren Ausgaben einen praktisch ausgeglichenen Abschluss vor.

Das Ziel: im Ausbauschritt 2023

Regierungsrat Dölf Biasotto gehörte zu den Gästen: Der Vorsteher des Departements Bau und Volkswirtschaft informierte über die nächste Schritte im «Zubringer Appenzellerland». Im Strategischen Entwicklungsprogramm (STEP Nationalstrassen) werden die notwendigen Ausbauschritte definiert. Sowohl über die Projekte und deren Priorisierung als auch über die Finanzierung entscheidet das Parlament. Es legt grundsätzlich alle vier Jahre fest, welche Projekte neu verwirklicht werden sollen. Mit Abgabe der Strasse an den Bund erbe dieser auch das ursprüngliche Umfahrungsprojekt von 2009, sagte Biasotto. Kurz nach seinem Amtsantritt 2017 sei er mit Vertretern des ASTRA (Bundesamt für Strassen) zusammengekommen. Dieses bewerte das Projekt als richtig. Es müsse aber neu beurteilt und angepasst werden. Der projektierte Autobahnzubringer A 25 soll einen Anschluss an die Nationalstrasse bringen. «Wir setzen alles daran, dass wir in den nächsten Ausbauschritt 2023 aufgenommen werden.» Es brauche aber politische Überzeugungsarbeit und Solidarität. «Die Konkurrenz durch Projekte in anderen Regionen ist gross.»

Politische Mobilitätsthemen

Ständerat Andrea Caroni gab einen Einblick in einige politische Mobilitätsthemen. Er erwähnte etwa seine Motion «Fairere Verfahren im Strassenverkehr» sowie das Anliegen «Elektronischer Führerausweis». Im März hat Caroni zudem eine Interpellation eingereicht, in der er von der Landesregierung wissen möchte, ob sie bereit sei, den CH-Kleber abzuschaffen und in die Nummernschilder zu integrieren. Kurz zuvor war eine Volksinitiative lanciert worden; dieses Instrument sei aber unverhältnismässig und eine Verfassungsänderung nicht angebracht.
Auch in diesem Jahr rundete eine musikalische Unterhaltung den Versammlungsabend ab: Das einheimische Volksmusik- und Schlagerduo «Stixi und Sonja» trat auf die Bühne. (pd)

Präsident Heinz Jucker führte durch den Abend. (Bilder: pd)

Regierungsrat Dölf Biasotto: «Die Konkurrenz ist gross.»
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