URNÄSCH: JAHRESABSCHLUSS 2019 BESSER ALS BUDGETIERT

Die revidierte Jahresrechnung 2019 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 18.97 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 19.9 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 0.93 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 0.18 Mio. Franken. Somit ergibt sich in der Jahresrechnung ein Besserabschluss von rund 1.1 Mio. Franken.


(Gemeinde Urnäsch) Dieser resultiert grösstenteils durch einmalige Sondereffekte aufgrund von Aufwertungen der Liegenschaften und Wertschiften des Finanzvermögens im Umfang von 1.08 Mio. Franken. Per 31. Dezember 2019 betragen die kumulierten Ertragsüberschüsse der Vorjahre inklusive 2019 total 5.28 Mio. Franken. Dies entspricht einem Ertrag von rund 4.2 Steuereinheiten.

Die Jahresrechnung 2019 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 18‘968‘525.49 Franken und einem Gesamtertrag von 19‘899‘451.99 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 930‘926.50 Franken ab. Der Aufwand liegt 1.5 Prozent und der Ertrag 5.3 Prozent über dem Vorjahr. Ausschlaggebend für diesen Besserabschluss gegenüber dem Voranschlag von rund 1.1 Mio. Franken sind einmalige Sondereffekte: Rund 610‘000 Franken resultieren aus Marktwertanpassungen der Liegenschaften und Neubewertungen der Wertschriften im Finanzvermögen. Sachanlagen im Finanzvermögen sind gemäss Finanzhaushaltgesetz periodisch, mindestens aber alle 5 Jahre, vorzunehmen. Weitere rund 470‘000 Franken resultieren aus den überdurchschnittlich hohen Sondersteuer-Mehrerträgen (Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern).

Ordentliche Steuern unter Vorjahresniveau

Das Gesamttotal der ordentlichen Steuererträge liegt mit 5.39 Mio. Franken rund 115‘000 Franken unter dem Vorjahresertrag und rund 245‘000 Franken und dem Voranschlag 2019. Der Steuerertrag der natürlichen Personen mit total 5.27 Mio. Franken ist rund 71‘000 Franken unter dem Voranschlag 2019. Der Steuerertrag der juristischen Personen ist mit 116‘000 Franken gegenüber dem Vorjahr nochmals erneut stark gesunken und liegt rund 174‘000 Franken unter dem Voranschlag. Im Gegensatz zu den ordentlichen Steuern schliessen die Sondersteuern massiv besser ab als budgetiert. Vor allem der Ertrag der Grundstückgewinnsteuern liegt mit 600‘000 Franken um 440‘000 Franken über dem Voranschlag. Der Ertrag der Handänderungssteuern fällt mit 302‘500 Franken rund 112‘500 Franken höher aus als budgetiert. Die Erbschaftssteuern liegen mit 17‘000 Franken überdurchschnittlich tief und damit rund 83‘000 Franken unter dem Budget.

Mit dem beachtlichen Bilanzüberschuss von 5.28 Mio. Franken (kumulierte Gewinne der Vorjahre inkl. 2019) verfügt Urnäsch nach wie vor über eine gute Ausgangslage, den vom Stimmvolk genehmigten Abbruch und Neubau der Gemeindekanzlei zu realisieren.

Nettoinvestitionen von 0.64 Mio. Franken

Die Netto-Investitionen im 2019 liegen 427‘777.72 Franken unter dem Voranschlag und belaufen sich auf 637‘222.28 Franken. Budgetiert waren 1‘065‘000 Franken. Die wesentlichen Ausgaben im 2019 sind: Weiterentwicklung Neubau Gemeindekanzlei bis zur Baueingabe 366‘500 Franken; Sanierung Hinterbergstrasse 278‘000 Franken; Erschliessungsstrasse Engelhalde 116‘100 Franken. Mit dem verbleibenden Restbetrag der Rückstellungen für die Erschliessung Engelhalde in der Höhe von 48‘900 Franken wird nach erfolgter Überbauung der Engelhalde der Deckbelag finanziert.

Abschreibungen

Die ordentlichen Abschreibungen liegen mit total 827‘567.95 Franken rund 12‘132.05 Franken unter dem Budget. Über alle Ressorts hinweg wurden keine zusätzlichen ausserordentlichen Abschreibungen vorgenommen. Die Ressorts „Abwasserbeseitigung“, „Abfallwirtschaft“, „Feuerschutz“ und „Wohn- und Pflegezentrum“ laufen als Spezialfinanzierungen.

Öffentliche Orientierungsversammlung

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung 2019 genehmigt und zuhanden der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verabschiedet. Geplant wäre, dass die Jahresrechnung an der öffentlichen Orientierungsversammlung vom Mittwoch, 22. April 2020, 20.00 Uhr, im Musikzimmer Au, durch den Gemeinderat präsentiert sowie kurz über weitere laufende Projekte informiert wird. Diese Orientierungsversammlung, welche nur informativen Charakter hat, wird aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation voraussichtlich abgesagt. Die Bevölkerung wird zum gegebenen Zeitpunkt wieder informiert.

Fakultatives Referendum

Die Unterlagen für die Jahresrechnung 2019 werden den Stimmberechtigten bis Ende Woche 14 zugestellt. Die Rechnung unterliegt dem fakultativen Referendum; eine Abstimmung darüber findet nur statt, wenn wenigstens 30 Stimmberechtige dies innert 14 Tagen nach der amtlichen Bekanntmachung schriftlich verlangen. Die Referendumsfrist dauert vom Samstag, 25. April 2020 bis Freitag, 08. Mai 2020.


 

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