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Schönengrund
25.01.2022
27.01.2022 06:30 Uhr

Herr Friedel, was bewegt Schönengrund in diesem Jahr?

Thorsten Friedel, Gemeindepräsident Schönengrund. Bild: zVg.
Wir fragten Gemeindepräsident Thorsten Friedel aus Schönengrund - und auch die anderen Gemeindeoberhäupter des Appenzeller Hinterlandes - nach den Themen, die sie im Jahr 2022 primär beschäftigen werden. Die Auskünfte publizieren wir auf herisau24.ch in einer Artikelserie.

Herr Friedel, welche Themen bzw. Projekte beschäftigen die Gemeinde Schönengrund im Jahr 2022?
Thorsten Friedel: "Besonders beschäftigen wird uns im 2022 die Planung des angestrebten Neubaus 'Unterdorf 11' oder besser bekannt als 'Imkereibedarf Büchler'. Dieses Gebäude gehört der Gemeinde und ist mittlerweile in einem schlechten Zustand, nur ein Neubau erscheint uns als sinnvoll. Das Stimmvolk hat im Herbst 2021 dem Planungskredit für einen Neubau zugestimmt. Jetzt geht es an die Arbeit und ich hoffe, dass wir den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein Projekt präsentieren können, welches sie unterstützen und über dessen Mehrwert sie sich freuen können. Weiter wird uns die Erneuerung der Heizung in der Mehrzweckanlage stark beschäftigen. Aus einem normalen Heizungsersatz ist mittlerweile die Idee eines kleinen Wärmeverbundes mit Holzschnitzeln geboren. Von dieser Idee haben sich einige Hausbesitzer überzeugen lassen, weshalb wir jetzt die konkrete Planung eines Wärmeverbundes an die Hand nehmen werden."

Welches ist die grösste Herausforderung aus Ihrer Sicht?
"Eine grosse Herausforderung betrifft das Bauen. Das zur Verfügung stehende Bauland nimmt stetig ab, aber Bauvorhaben und Ideen sind genügend vorhanden. Die Räume werden immer enger und somit werden schnell die Interessen der umliegenden Nachbarn tangiert oder gar verletzt. Das verdichtete Bauen wird uns in Zukunft mehr Einsprachen bescheren als heute. Dabei als Baubewilligungsbehörde die Gesetzeslage, die Interessen der Gemeinde, die des Bauherrn und jene der Einsprechenden zu wahren und nicht zwischen die Fronten zu geraten, wird uns fordern."

Auf was freuen Sie sich am meisten?
"Am meisten freue ich mich auf ein hoffentlich baldiges Ende der Pandemie und den damit zusammenhängenden Massnahmen, welche von vielen als Eingriff in die persönliche Freiheit aufgefasst wird, was es am Ende ja auch ist. Das Zusammenleben wurde in den letzten beiden Jahren nicht einfacher, die Menschen
sind dünnhäutiger geworden. Ich freue mich auf ein Leben ohne Einschränkungen, auf ein normales Dorf- und Vereins- Leben mit ungezwungenem Beisammensein und natürlich freue ich mich auf wieder einmal eine richtige Schönengründler Fasnacht."

herisau24.ch / jg