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Urnäsch
16.03.2022
16.03.2022 09:06 Uhr

Urnäsch: Sehr erfreulicher Rechnungsabschluss

Bild: yg
Die revidierte Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Urnäsch schliesst bei einem Gesamtaufwand von 20.95 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 21.30 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 0.35 Mio. Franken erneut äusserst erfreulich ab. Budgetiert war ein Defizit von 0.63 Mio. Franken. Somit ergibt sich in der Jahresrechnung ein Besserabschluss von rund 0.98 Mio. Franken. Der Grund liegt bei deutlich höheren Einnahmen bei den ordentlichen Steuern sowie Sondersteuern. Per 31. Dezember 2021 betragen die kumulierten Ertragsüberschüsse der Vorjahre inklusive 2021 total 6.02 Mio. Franken. Dies entspricht einem Ertrag von rund 4.3 Steuereinheiten und liegt somit über einem Jahresertrag der ordentlichen Steuereingänge.

Die Jahresrechnung 2021 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 20'948'223.94 Franken und einem Gesamtertrag von 21'302'299.47 Franken unter Berücksichtigung einer getätigten Vorfinanzierung in der Höhe von 600'000.00 Franken für das neue Gemeindehaus, mit einem Ertragsüberschuss von 354'075.53 Franken ab. Zum positiven Jahresergebnis beigetragen haben nebst höheren Einnahmen bei den ordentlichen Steuern sowie Sondersteuern, die wiederum sehr gute Kostendisziplin in allen Ressorts. Unter der COVID-19-Pandemie hatte - wie bereits im Vorjahr - auch im 2021 vor allem das Wohn- und Pflegezentrum zu leiden. Im Jahr 2021 resultiert ein Aufwandüberschuss in der Höhe von rund 104'000.00 Franken. Da es sich hier um eine Spezialfinanzierung handelt, hat dieses Defizit jedoch keine direkten Auswirkungen auf das Ergebnis des Rechnungsabschlusses der Gemeinde. Mit dem beachtlichen Bilanzüberschuss von 6.02 Mio. Franken (kumulierte Gewinne der Vorjahre inkl. 2021) plus den getätigten Vorfinanzierungsreserven für den Neubau Gemeindekanzlei, welche nun auf gesamthaft rund einen Viertel der Neubaukosten angewachsen sind, verfügt Urnäsch nach wie vor über eine hervorragende Ausgangslage, den vom Stimmvolk genehmigten Neubau der Gemeindekanzlei nachhaltig zu finanzieren.

Höhere Steuererträge

Der Besserabschluss ist teilweise dem Umstand geschuldet, dass die Steuereingänge aufgrund der Covid-19-Pandemie eher vorsichtig budgetiert worden sind. Ein weiterer, sehr erfreulicher Umstand ist, dass Urnäsch erstmals in der Geschichte mit einem Gesamtsteuerertrag von 7.36 Mio. Franken die sieben Millionengrenze überschritten hat. Die Einkommens- und Vermögensteuern 2021 bei den natürlichen Personen liegen mit 6.01 Mio. Franken rund CHF 730'000 über dem Voranschlag. Gegenüber dem Jahr 2020 fallen sie um rund CHF 534'000 höher aus. Auch der Steuerertrag der juristischen Personen fällt im 2021 gegenüber dem Vorjahr um rund CHF 90'800.00 höher aus. Zudem liegt auch der Gesamtertrag der Sondersteuern mit 1.12 Mio. Franken massiv über den veranschlagten 0.67 Mio. Franken und somit über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Die gute Finanzlage aufgrund des erneut positiven Rechnungsabschlusses lassen Überlegungen zu, auf 2023 erneut eine Steuersenkung ins Auge zu fassen, obschon die Steuern 2022 bereits um 0.1 Einheiten gesenkt wurden. Dies auch in Anbetracht der geltenden Regel, dass keine Steuern «auf Vorrat» erhoben werden sollen. Andererseits gibt es bis zur Budgetierung noch viele unbekannten Faktoren, welche Einfluss auf die finanzielle Situation haben können.

Nettoinvestitionen von 2.507 Mio. Franken 

Die Netto-Investitionen im 2021 mit 2.507 Mio. Franken liegen 1.078 Mio. Franken unter dem Voranschlag von 3.585 Mio. Franken. Die wesentlichen Ausgaben im 2021 sind: Anteil an den Abbruch und Neubau der Gemeindekanzlei mit 2'324'159 Franken (total im Investitionsplan 2020 bis 2022 sind 4.6 Mio. Franken); eine weitere Akonto-Zahlung an den Neubau Saienbrücke mit Geh- und Radweg von 25'000 Franken; die Ersatzanschaffung Kommunaltraktor (John Deere) von 61'636 Franken; ein Anteil an die Einführung Kreditorenworkflow von 36'799 Franken (total voranschlagt sind 79'000 Franken) und ein Anteil an die Sanierung Kanzleiplatz von 64'000 Franken (total veranschlagt sind 300'000 Franken).

Abschreibungen

Die ordentlichen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen im 2021 mit total CHF 1'013'294 liegen CHF 83'895 über dem Voranschlag. Über alle Ressorts hinweg werden keine zusätzlichen ausserordentlichen Abschreibungen vorgenommen. Die Ressorts „Abwasserbeseitigung“, „Abfallwirtschaft“, „Feuerschutz“ und „Wohn- und Pflegezentrum“ laufen als Spezialfinanzierungen.

Öffentliche Orientierungsversammlung

Der Gemeinderat hat die revidierte Jahresrechnung 2021 genehmigt und zuhanden der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verabschiedet. Die Jahresrechnung wird an der öffentlichen Orientierungsversammlung vom Mittwoch, 27. April 2022, 20.00 Uhr, in der Mehrzweckhalle Au, durch den Gemeinderat präsentiert sowie über weitere wichtige Themen informiert.

Fakultatives Referendum

Die Unterlagen für die Jahresrechnung 2021 werden den Stimmberechtigten bis Ende Woche 14 zugestellt. Die Rechnung unterliegt dem fakultativen Referendum; eine Abstimmung darüber findet nur statt, wenn wenigstens 30 Stimmberechtige dies innert 14 Tagen nach der amtlichen Bekanntmachung schriftlich verlangen. Die geplante Referendumsfrist läuft vom Samstag, 30. April 2022 bis Freitag, 13. Mai 2022.

Gemeinde Urnäsch