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Sport
28.04.2020
02.06.2020 12:47 Uhr

CC HERISAU-WALDSTATT IST ST. GALLER HALLENMEISTER 2020

Der Coronavirus hat auch den regionalen Curling Sport auf den Kopf gestellt. Die Sportkommission des Curling Centers St. Gallen hat nun den Titel dem klaren Tabellenführer CC Herisau-Waldstatt zuerkannt. Damit geht der begehrte Pokal ins Appenzellerland.

(Daniel Meuli)

Abrupt kam Mitte März das Ende der laufenden Curling Saison. Von einem auf den anderen Tag war das Curling Center St. Gallen gezwungen die Eismaschinen abzuschalten und das Eis schmelzen zu lassen. Zu dem Zeitpunkt war die Hallenmeisterschaft aller in St. Gallen spielenden Teams in der entscheidenden Phase. Zwei Spiele vor Meisterschaftsende und kurz vor dem regulären Saisonschluss bedeutete das, dass nicht mehr alle Spiele wie geplant ausgetragen werden konnten.

Die St. Galler Hallenmeisterschaft ist ein spannender und willkommener Wettkampf im Jahreskalender aller im Curling Center St. Gallen spielenden Teams. Dazu zählen auch diverse Teams vom Appenzeller Club CC Herisau-Waldstatt. Die Appenzeller Curler trainieren und spielen seit den 60er Jahren in der regionalen Curling Anlage. Die Meisterschaft ist in drei Stärkeklassen unterteilt. In allen drei Ligen sind Herisauer Teams vertreten.

Nach 80% der gespielten Spiele oder zwei Spiele vor Abschluss dieser Meisterschaft hiess es für alle Curler die Schuhe und Besen in den Schrank zu stellen. Ein Team vom CC Herisau-Waldstatt stand dabei ungeschlagen an der Spitze der Tabelle. Aus den verbleibenden beiden Spielen musste nur noch ein Punkt erspielt werden, damit der Pokalgewinn feststand. Dazu kam es leider nicht mehr. Der Skip des Teams Dani Meuli sagt: «Wir sahen uns unserem vermeintlichen Meistertitel beraubt, zumal wir bereits gegen unsere ärgsten Konkurrenten gewinnen konnten und der Sieg kurz vor der Ziellinie in trockenen Tüchern war. Für uns war klar, dass die Gesundheit aller im Vordergrund stand. Das gleiche Schicksal zu erleiden, wie es der FC St. Gallen aktuell auch erleben muss, war für uns nur wenig tröstlich.»

Die Curling Sportkommission hat nach längerer Beratung und Abwiegen entschieden, der Titel geht an den CC Herisau-Waldstatt. Alle Resultate aller Ligen werden gewertet und Auf- und Absteiger werden auf Basis dieser Resultate nominiert. «Doch noch als Meister nach einer langen Saison gekürt zu werden freut uns natürlich sehr! Meine Mitspieler Ueli Styger, Hausi Maag, Marius Hollenstein und Vroni Hautle haben eine hervorragende Saison gespielt und wir alle haben den Titel mehr als verdient. Leider konnten wir diesen Erfolg bis jetzt noch nicht gebührend feiern, was wir aber sicher noch nachholen werden», gibt der Skip Dani Meuli zu Protokoll. Das Team hatte einen tollen Lauf und bis auf ein Unentschieden wurden alle Spiele gewonnen.

Eines der beiden anderen Appenzeller Teams mit Jack Schadegg, Ernst Waldburger, Ferdi Flühler, Brigitte Frischknecht und Felix Styger konnte sich in der A-Liga halten. Das dritte Team von Thomas Dörig muss leider vorzeitig absteigen. Aus der B-Liga steigt dafür ein weiteres Herisauer Team von Heini Lutz mit Ralf Eichhorn, Sylvie Manser, Bruno Loser und Ruedi Forster nach einer tollen Saisonleistung in die höchste Klasse auf.

Und zu guter Letzt steigt ein weiteres Herisauer Team aus der C-Liga auf. Das eben erst zusammengestellte Team mit Skip David Schönenberger, Piero Sabatino, Fabio Resegatti, Stefanie Brunnenmeister, Richard Schönenberger und Vreni Schönenberger schaffte auf Anhieb den Sprung in die höhere Stärkeklasse. Die Appenzeller Curlerinnen und Curler sind nun im Sommertraining damit sie zum Saisonstart im September wieder alle top fit antreten können. Alle hoffen natürlich, dass ihnen das Virus dann nicht auch den Saisonstart vermiesen wird. Weitere Informationen können im Internet unter www.curlingherisau.ch abgerufen werden. Liga A: https://results.curling-stgallen.ch/19_20/hm/ta.html Liga B : https://results.curling-stgallen.ch/19_20/hm/tb.html Liga C : https://results.curling-stgallen.ch/19_20/hm/tc.html

Im Titelbild (v.l.): Team Meuli mit Ueli Styger, Hausi Maag, Vroni Hautle, Dani Meuli (Skip) und Marius Hollenstein.