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Wirtschaft
08.01.2020
02.06.2020 12:53 Uhr

ANDREAS FREY: FAZIT NACH 100 TAGEN BEI APPENZELLERLAND TOURISMUS

«Ich bin angekommen und habe vor zu bleiben!», sagt Andreas Frey, der neue Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AR. Der 28jährige ist nun 100 Tage im Amt und zieht ein erstes Mal Bilanz.

(pd) Von Amsterdam ins Appenzellerland: Vor rund drei Monaten hat Andreas Frey seine Koffer gepackt und ist vom ehemaligen Arbeitsort in den Niederlanden nach Herisau gezogen. Ein Schritt, welcher dem gebürtigen St. Galler leicht fiel. Seine Lebenspartnerin, eine «Hiesige», erwartete ihn bereits in der gemeinsamen Wohnung in Herisau. «Nun gilt es, die neue Wohnregion gemeinsam zu entdecken», freut sich Andreas Frey. Für die kommenden Wintertage stehen verschiedene Ausflüge auf dem Programm. So zum Beispiel in die Bäder und Museen. Als wahrer Optimist träumt Andreas Frey sogar von einem schönen Skitag im Appenzellerland.

«Um ein touristisches Produkt richtig kennen zu lernen, muss man es erleben», ist der neue Geschäftsführer überzeugt. Entsprechend waren die ersten drei Monate geprägt von vielen Stunden ausserhalb des Büros. Viele repräsentative Aufgaben haben ihn in Atem gehalten. «Ich will möglichst viele Leistungsträger des Ausserrhoder Tourismus und ihre Angebote persönlich kennenlernen. Das erleichtert die spätere Zusammenarbeit», ist er überzeugt. Der Vorgänger von Andreas Frey, Urs Berger, hat bei der ATAG bereits einen strategischen Wandel eingeleitet. «Es liegt nun an mir, diesen weiter zu führen», erklärt Andreas Frey. Künftig wird die ATAG vermehrt in der Produktentwicklung tätig sein und als Kompetenzzentrum für Leistungsträger verschiedene Dienstleistungen anbieten. «Dass eine DMO (Destination Management Organisation) im Zeitalter der Digitalisierung selbst aktiv Gäste anwerben kann, ist umstritten. Was wir in Zukunft brauchen, ist weniger Marketing und dafür mehr nutzenstiftende Angebote für den Gast und den Leistungsträger», weiss Andreas Frey zu berichten. «Schlussendlich muss das Produkt stimmen. Dabei gibt es für uns noch einiges zu tun.»

Dass seine Aufgabe nicht einfach sein wird, ist ihm bewusst. «Ich nehme aber eine gewisse Aufbruchstimmung im Kanton wahr. Das stimmt mich zuversichtlich. Gleichzeitig müssen wir Kooperationen suchen, wo es Sinn macht. Kantons- und Landesgrenzen spielen bei Gästen überhaupt keine Rolle - und ohne die Unterstützung und den Willen der Leistungsträger geht es auch nicht.»

Andreas Frey erklärt, dass sein junges Alter ein Vor-, aber auch ein Nachteil sein könne. «Vielleicht werden mir Fehler zu Beginn eher verziehen, dafür kann es auch sein, dass ich nicht immer ganz ernst genommen werde.» Es sei für ihn momentan eine herausfordernde Zeit, aber auch eine riesige Chance. «Für das Vertrauen des Verwaltungsrats und die Unterstützung meines erfahrenen Teams bin ich sehr dankbar. Ich werde bestimmt nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Das bedeutet aber auch, dass ich mir nicht nur Freunde machen werde», ist sich der neue Geschäftsführer bewusst.

Im Titelbild: Monika Bodenmann-Odermatt (Verwaltungsratspräsidentin ATAG) gratuliert Andreas Frey, (Geschäftsführer) zu seinen ersten 100 Tagen im Amt.