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Bildung
22.05.2022

Vom Lektionendenken zum Blockdenken

Stefan Gander stellt einige Schlüsselqualifikationen vor. Bild: pd / herisau24.ch
In mehreren Primarschuleinheiten werden Erfahrungen mit dem «Herisauer Rahmen» gewonnen, auch in der Müli und im Ifang. Dieses Projekt des Zyklus 2 (3. bis 6. Klasse) wird in Zukunft auf Gemeindeebene angewendet.

Markus Stäheli, in der Schulleitung zuständig für den Herisauer Rahmen, ging am Elternabend der Schuleinheiten Müli und Ifang auf die Entstehung ein: «Der Ursprung liegt in der Zukunftswerkstatt der Schule im November 2017, als zahlreiche Ideen und Wünsche zusammengetragen wurden.» Man habe sich Zeit nehmen und nicht einfach ein Modell kopieren wollen. In einer Projektgruppe unter der Führung von Stefan Gander wurden zentrale Elemente wie die Ateliers, der Klassenkreis oder das Klassenmusizieren definiert.

Markus Stäheli blickt auf die Entstehung dieses Projekt zurück. Bild: pd / herisau24.ch

Gander gab eine Übersicht über die Erwartungen der Wirtschaft, über die Schlüsselqualifikationen für Kinder und Jugendliche – wie die Verknüpfung von Theorie und Praxis, die Zusammenarbeit, das lebenslange Dazulernen. «Wir stehen weiterhin auch für die Subtraktion ein», meinte Schulleiterin Carol van Willigen und machte damit deutlich, dass die Schule Herisau das Gute bewahren und mit neuen Ansätzen ergänzen möchte. Vernetztes und selbständiges Lernen bekomme grössere Bedeutung, wurde festgehalten; zudem erfolge beim Unterrichten ein Wechsel vom «Lektionendenken» zum «Blockdenken».

Carol van Willigen: «Ressourcen von Eltern und Kindern nützen.» Bild: pd / herisau24.ch

Nach kurzen theoretischen Erläuterungen berichteten die Lehrpersonen von den vergangenen Wochen. In Videoeinspielungen brachten Schülerinnen und Schüler den Eltern die Erlebnisse und Eindrücke aus den Mittwochsateliers, dem Klassenmusizieren und dem Klassenkreis näher. «In den klassengemischten Ateliers können auch Ressourcen von Eltern und Kindern genützt werden», sagte Carol van Willigen.

pd / herisau24.ch