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Sport
22.08.2022

Ehrenpreis «Zahnrad von Walzenhausen» für Peter Sauber

Hans-Ueli Jüstrich, Finanzchef des Bergsprint, übergibt den Ehrenpreis «Zahnrad von Walzenhausen» als Vertreter des Veranstalters an Peter Sauber Bild: Ulrike Huber
Anlässlich des Bergsprints Walzenhausen wurde erstmalig der Ehrenpreis «Zahnrad von Walzenhausen» für jenen historischen Rennboliden vergeben, der für Schönheit und Geschichte der alten Rennfahrzeuge steht. Gewinner ist der «Sauber C3».

Heiligs Blechle, was waren das wieder für schöne Autos, die beim Bergsprint Walzenhausen auf der Strecke nach Lachen blitzblank gewienert und im Racingtempo zu sehen waren. Lauter Gustostückerl der Renngeschichte. Da war es höchste Zeit, dass die Veranstalter einen Ehrenpreis geschaffen haben, der dieses Jahr erstmals an das schönste, wertvollste und an Geschichte reichste Auto verliehen wurde. Und auch künftig bei jedem Bergsprint verliehen werden soll.

Video: Ulrike Huber

Neuer Ehrenpreis

Hansueli Jüstrich, Finanzchef beim Bergsprint Walzenhausen und Chef bei der Just AG, war die Ehre zuteil, den neuen Ehrenpreis «Zahnrad von Walzenhausen» zu präsentieren. «Die Jury hat es sich nicht leichtgemacht, zwischen allen diesen wunderbaren Boliden das schönste und historischste Auto und die anwesenden Persönlichkeiten zu küren.»

Der eigenwillig gestaltete Ehrenpreis «Zahnrad von Walzenhausen» Bild: Ulrike Huber

«Es gibt keinen Sport ohne Sieger. Und so war es höchste Zeit, auch für den Bergsprint, bei dem es ja nicht um die Zeit auf der Stoppuhr geht, auch einen Preis zu schaffen, um einen Sieger zu haben», verdeutlichte Medienchef Victor Rohner den Gedanken, der hinter dieser neuen Auszeichnung steckt. Wobei es nicht nur um die Schönheit der Fahrzeuge gegangen sei, sondern vor allem auch um die Geschichte der Fahrzeuge.

Skulptur aus Fels und Zahnrad

Victor Rohner präsentierte dann den neuen Ehrenpreis. Das «Zahnrad von Walzenhausen». Eine Skulptur aus einem Stück Fels und einem Zahnrad. «Der Stein steht für die Kraft, die Robustheit und die Unverwüstlichkeit. Und das Zahnrad erinnert daran, dass Walzenhausen ja mit der Zahnradbahn mit Rheineck verbunden ist.»

  • Peter Sauber in seinem Sauber C3 Bild: Ulrike Huber
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  • Jean-Robert Grellet darf stolz auf seinen Connaught Type A F2 sein Bild: Ulrike Huber
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  • Peter Sauber, umringt von anderen Fahrern und Journalisten Bild: Ulrike Huber
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  • Medienchef Victor Rohner, bekannt aus Funk und Fernsehen, moderierte die Preisverleihung Bild: Ulrike Huber
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  • Hans-Ueli Jüstrich (li.) und Kurt Hasler Bild: Ulrike Huber
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  • Victor Rohner (li.) und Peter Sauber Bild: Ulrike Huber
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  • Jean-Robert Grellet (li.) und Hans-Ueli Jüstrich Bild: Ulrike Huber
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  • Die drei Gewinnerautos, vl. Maserati 8 CM, Sauber C3 und Connaught Type A F2 Bild: Ulrike Huber
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  • Kurt Hasler aus Amriswil in seinem wunderschönen Maserati 8 CM Bild: Ulrike Huber
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Wer den Ehrenpreis gewonnen hat? Keine Frage – natürlich Peter Sauber mit seinem legendären ersten Rennauto in dessen dritter Ausführung, dem Sauber C3. Mit diesem Fahrzeug hatte Sauber seinen Ruf als genialer Rennwagenkonstrukteur begründet und seine Karriere, die ihn mit seinem Sauber-Rennstall bis in die Formel 1 führte, lanciert.

  • OK-Präsident und Racingdriver Erwin Steingruber war glücklich über den Verlauf des Bergsprints Bild: Ulrike Huber
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  • Hans-Ueli Jüstrich (li.) und Victor Rohner Bild: Ulrike Huber
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  • Zufrieden lächelnde OK-Mitglieder Bild: Ulrike Huber
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Sympathischer Sportsmann

Peter Sauber ist ein aussergewöhnlich sympathischer Sportsmann. Stets bescheiden, stets am liebsten im Hintergrund bleibend. Dennoch geduldig den Wünschen der Fans nach Selfies folgend. Jener Fahrer, der bei jeder Fahrt über die Strecke von Walzenhausen nach Lachen und zurück immer Standing Ovations von den tausenden Besuchern entlang der Strecke bekam.

  • Dominic Schmitter beendete am Sonntag endgültig seine Rennsportkarriere Bild: Ulrike Huber
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  • Am Sonntagvormittag machte das Töff noch Zicken und wollte nicht anspringen Bild: Ulrike Huber
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  • Dominic am Telefon Bild: Ulrike Huber
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  • ...doch dann ging es mit der ganzen Motorradmeute auf die Reise hinauf nach Lachen Bild: Ulrike Huber
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Ein absolut würdiger erster Adressat des «Zahnrads von Walzenhausen». Zumal Sauber an diesem Wochenende ausgerechnet beim Bergsprint Walzenhausen zum letzten Mal in einem Rennwagen sitzend im Renntempo gefahren ist. Also hier auf der Terrasse über dem Bodensee seine endgültige Abschiedsvorstellung gegeben hat.

  • Impressionen vom zweiten Tag des Walzenhausener Bergsprints Bild: Ulrike Huber
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  • Bild: Ulrike Huber
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  • Bild: Ulrike Huber
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«Die anderen hätten es mehr verdient!»

Was Peter Sauber als erstes nach der Rangverkündigung machte, als er sichtlich bewegt den Ehrenpreis entgegengenommen hatte? Er gratulierte den beiden anderen Gewinnern mit den Worten «Das sind beides wunderschöne Autos, meines ist ja auch schön, aber die anderen beiden hätten es mehr verdient!». Worin er womöglich Recht hatte, nur dass sein Sauber C3 die ganze Karriere von Peter Sauber, also ein grosses Stück Schweizer Motorsportgeschichte symbolisiert.

  • OK-Chef Erwin Steingruber mit seinem March-BMW-Formel II auf dem Weg zurück ins Fahrerlager Bild: Ulrike Huber
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  • Streckensprecher Elio Crestani, das lebende Racing- Lexikon Bild: Ulrike Huber
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  • Der nur zweimal gebaute FEE-Formel-Vau Rennwagen wurde wieder vom Auer Fritz Sturzenegger den Berg hinauf gejagt Bild: Ulrike Huber
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Die beiden anderen Gewinner waren zwei Traumautos. Glücksfälle der Autogeschichte, die bis heute in guter Pflege überlebt haben. Racing-Cars in einer Schönheit, die es heute in der Zeit der Aerodynamik, der Flügelmonster und E-Cars gar nicht mehr geben kann. So der rote Maserati  8 CM  aus dem Jahre 1933 mit 3000 ccm Hubraum und ca. 250 PS von Kurt Hasler aus Amriswil. Oder der Connaught Type A F2 Baujahr 1952 mit 1960 ccm Hubraum und 180 PS von Jean-Robert Grellet aus Lustenau.

  • Impressionen vom zweiten Tag des Walzenhausener Bergsprints Bild: Ulrike Huber
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  • Bild: Ulrike Huber
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Menschliche Konstrukteurskunst und geniale Kreativität

Jeder echte Autoliebhaber würde dem Teufel seine Seele abtreten, könnte er dafür eines dieser beiden Autos sein eigen nennen. Oder eines der vielen Old-School-Racing-Cars, die sonst beim Bergsprint zu sehen waren. Lauter Offenbarungen menschlicher Konstrukteurskunst und genialer Kreativität. In drei Jahren, wenn der Bergsprint wieder stattfindet, werden sie wieder vor Ort sein. Die MG´s, die Lancias, , Alvis, Alfas, Brabhams, Ferraris, und wie sie alle heissen mögen. Ich kanns heute schon wieder kaum erwarten.

gmh/uh/herisau24.ch