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Herisau
26.06.2020
26.06.2020 08:47 Uhr

Herzlichen Dank und beste Wünsche für die Pension

Sieben der neun Neu-Pensionierten (v.l.): Peter Köppel, Martin Pfister, Hans-Ulrich Sturzenegger, Andrea Nussbaumer, Barbara Brunner, Jürgen Meier und Daniel Schläpfer . Nicht auf dem Bild: Elfi Näf und Monika Germann.
Jahrhunderte an Erfahrung gehen mit dem Ende des Schuljahres in Pension. Der Dank geht an acht Herisauer Lehrpersonen und an eine Lehrerin, welche die Unterrichtstätigkeit schon zum Semesterwechsel im Februar beendet hat.

Hans-Ulrich Sturzenegger (Jahrgang 1955) startete 1976 an der Mittelstufe Landhaus. 1993 reizte ihn der Wechsel an die Realschule. Er erteilte dort wie zu jenen Zeiten üblich alle Fächer. Nach einigen Jahren entschied er sich für den sprachlichen Bereich. 2010 erlebte er die Einführung des integrativen Oberstufenmodells Neigung. 44 Jahre seien schon eine lange Zeit. «Emotional höre ich nicht gerne auf. Aber die Vernunft sagt mir: Es ist gut so, wie es ist.»

Daniel Schläpfer (1956) begann seine Lehrerkarriere noch während des Seminars Mitte der Siebzigerjahre in einem Jahrespraktikum an der 3./4. Klasse im Saum. Nach Beendigung der Ausbildung unterrichtete er an der Mittelstufe Waldstatt. Dann wurde eine Stelle frei im Herisauer Landhaus. «Hier kannte ich mehrere Kollegen, weshalb ich mich freute, dass ich dahin wechseln konnte.» Später veränderte er sich nochmals – Richtung Waisenhaus: Er war im Zweijahresrhythmus Lehrer einer 3. resp. 4. Klasse.

«Es war schön, das aufzubauen»

Barbara Brunner beendet ihre Tätigkeit mit 62 Jahren. Die Unterstufe in der Müli war 1979 ihre erste Station. Nach einer Weltreise konnte sie in die Müli zurückkehren. Es folgte die Familiengründung und eine Unterrichtspause. Sie stieg wieder in die Schule ein – mit mehreren längeren Stellvertretungen. 2006 trat sie im Waisenhaus eine Unterstufenstelle an. In den letzten Jahren unterrichtete sie in der 3. und 4. Klasse vorwiegend Englisch.

Martin Pfister (1954) unterrichtete als Primarlehrer im Kanton Zürich, ehe er das HPS-Studium absolvierte. Er arbeitete im Jugendheim Platanenhof Oberuzwil. 1997 begann er als Schulischer Heilpädagoge an der Realschule Herisau. Die fachliche Unterstützung der Jugendlichen stand im Vordergrund und wurde bald auf den sozialen Bereich ausgeweitet. In den vergangenen fünf Jahren war er mit einer Kollegin für die schulische Sozialpädagogik der ganzen Schule Herisau zuständig. «Es war schön, das aufzubauen.»

«Fast 20 Jahre geworden»

Jürgen Meier (1955) unterrichtete in seiner Heimat Deutschland, arbeitete dann unter anderem in der Versicherungswirtschaft und Immobilien- und Baubereich. «Ich habe in der Süddeutschen Zeitung ein Inserat der Schule Herisau gesehen.» 2001 begann seine Herisauer Zeit an der Berufswahlschule, er wechselte an die Realschule und war später im neuen Oberstufenmodell tätig. 2013 übernahm er die Deutschklasse. «Ursprünglich wollte ich ein halbes Jahr in Herisau bleiben. Nun sind fast 20 Jahre daraus geworden.»

Peter Köppel tritt mit 65 Jahren die Pension an. Zu Beginn seiner Lehrertätigkeit unterrichtete er in Uznach und Degersheim. 2006 kam er in Kontakt mit den Verantwortlichen der Schule Herisau. Er arbeitete während eines Jahres an der Realschule, ehe er an die Mittelstufe Langelen wechselte. Er absolvierte das Studium an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik und war in den vergangenen zehn Jahren als Schulischer Heilpädagoge in der Müli tätig.

Fortschritte der Kinder erleben

Andrea Nussbaumer beendet ihre Tätigkeit mit 64 Jahren. Sie stammt aus dem Vorarlberg, hat ihre Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin dort absolviert und unterrichtete in Österreich. Die Tatsache, dass sie über die Grenze ins St.Galler Rheintal wechselte, hing mit ihrer Tochter zusammen: «In meiner Heimat habe ich keine passende Teilzeitstelle gefunden.» Ein Vierteljahrhundert in der Schweiz ist daraus geworden. Zuletzt unterrichtete sie fünf Jahre lang im Schulhaus Kreuzweg.

Monika Germann ist im Februar mit 64 Jahren aus dem Schuldienst zurückgetreten. Sie war Unterstufenlehrerin, wechselte in die Privatwirtschaft und zu einer Stelle in einem Heim, bevor sie in St.Gallen als Reallehrerin tätig war. Sie liess sich zur Schulischen Heilpädagogin ausbilden – gleichzeitig mit einem Kollegen und einer Kollegin, die in Herisau unterrichten. So entstanden Kontakte zum Schulhaus Langelen, wo sie vor sieben Jahren eine Stelle antrat. Da betreute sie Kinder des Zyklus 1.

Elfi Näf tritt als 64-jährige die Pension an. Sie war während zehn Jahren als Schwimmlehrerin tätig, zuletzt an einem Tag pro Woche. Einst arbeitete sie als Handarbeits- und Turnlehrerin – in Speicher, Teufen, Hemberg. Sie hielt sich auch an den Schweizerschulen in Barcelona und Singapur auf. Natürlich könne für eine Schwimmlehrperson die Beziehung zu Schülerinnen und Schülern nicht so vertieft sein wie jene einer Klassenlehrperson. Aber die Fortschritte der Kinder zu erleben, sei schön. 

 

 

 

pd