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Kultur
12.09.2022

Appenzellerin Gertrud Kurz erhält Briefmarke

Der ehrenamtliche Stiftungsrat der Stiftung Gertrud Kurz freut sich über die neue Ehrung. Im Bild (hinten v.l.): Marie Theres Langenstein, Annina Indermühle, Daniela Dürr, Fabienne Arnold, Lou Losinger, Sêvé Karakus, (vorne v.l.): Nadine Arnold und Marija Janković. Bild: zVg / herisau24.ch
Zu ihrem 50. Todestag würdigt die Schweizerische Post Gertrud Kurz (1890–1972), die aus der Schweizer Geschichte nicht wegzudenken ist. Mit der Sondermarke erhält ihr Lebenswerk erneut Anerkennung – dies zu einer Zeit, in dem die Hilfe für Geflüchtete wieder aktueller ist denn je.

Die Schweizer Friedensaktivistin Gertrud Kurz hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg bis zu ihrem Tod im Jahr 1972 für geflüchtete Menschen in der Schweiz eingesetzt. Vielen Hilfebedürftigen konnte Gertrud Kurz mit ihren Interventionen das Leben retten. Die in Bern lebende Appenzellerin gründete 1938 das Hilfswerk «Flüchtlingshilfe der Kreuzritter», welches heute noch unter dem Namen existiert. 

Die neue Ehrung unterstreicht ihr grosses Wirken für Frieden und Gerechtigkeit. Davon ist auch SP-Nationalrätin und Co-Präsidentin Mattea Meyer überzeugt: «Gertrud Kurz hat den Grundstein dafür gelegt, dass auch die Schweiz ein hoffnungsvoller Zufluchtsort für geflüchtete Menschen sein kann. Darauf müssen wir weiterhin aufbauen. Nicht nur heute, sondern auch in Zukunft». 

Das Porträt von Gertrud Kurz bildet das zentrale Sujet der Briefmarke. Umgeben wird es links von geflüchteten Menschen und rechts oben von einer Grenzwache. Rechts unten ist ein Obdachloser zu sehen, stellvertretend für all die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die bei Gertrud Kurz Hilfe fanden. Die Journalistin Ursula Geiger meinte einst: «Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage: Sie wurde jedem Menschen gerecht».  

Noch heute lebt das Engagement von Gertrud Kurz in der gleichnamigen Stiftung weiter. Sie unterstützt Projekte, welche die Teilhabe und Anerkennung von Personen fördern, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind. Die Sondermarke ist seit dem 8. September 2022 bei der Schweizerischen Post erhältlich. 

Daniela Dürr / herisau24.ch