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Lifestyle
10.08.2020

Tipps gegen die diesjährige Wespenplage

In den Sommermonaten sind die gelb-schwarzen Wespen gleich zur Stelle, sobald Essen, Getränke und Süsses aufgetischt werden. Dieses Jahr besonders. Was hilft dagegen?

Normalerweise erwachen die Wespen Anfang Mai aus ihrem Winterschlaf. Wegen des warmen Wetters sind sie, wie viele andere Insekten, früher auf den Ausflug gegangen.

Die Wespen bauen ihre Nester in Baumhöhlen, Rollladenkästen oder unter Hausdächern. Sie werden vom Essen und von Süssgetränken angelockt und werden als aggressiv empfunden, weil sie so aufdringlich sind und die Menschen hektisch umfliegen.

Ruhig bleiben zahlt sich aus

Die Tiere sind nicht unbedingt aufgeregt, angriffslustig oder stechgierig. Wespen sind kurzsichtig und sehen eingeschränkt in die Ferne. Sie kompensieren das durch hohe Fluggeschwindigkeiten oder machen auf freiem Flug eine Pause.

Wenn Wespen herumschwirren, neigen die meisten Menschen dazu, die Tiere mit der Hand, dem Arm oder einem Tuch zu vertreiben. Sie fuchteln herum, machen hastige Bewegungen und machen so die Wespe nur nervös und aggressiv. Ganz still warten lohnt sich, denn die Wespe fliegt gleich weiter.

Wespen können mehr als einmal stechen

Im Gegensatz zu den Bienen behalten die Wespen nach dem Stich den Stachel. Sie können also mehrmals stechen. Dies ist für den Mensch schmerzhaft, aber nicht besonders gefährlich. Der Bienenstich ist viermal giftiger als ein Wespenstich.

Der Wespenstich macht sich bemerkbar mit einer Schwellung, Juckreiz, Atembeschwerden, Schwindel oder Übelkeit. Allergiker sollten in der jetzigen Jahreszeit immer ein Medikament oder Injektionsmittel auf sich tragen. Experten raten Allergikern zu einer spezifischen Immuntherapie.

Ein Wespennest kann der Feuerwehr gemeldet werden.

Was macht man zur Abwehr?

Draussen kein grosses Buffet aufstellen. Nur so viele Esswaren auf den Tisch stellen, was wirklich sofort gegessen wird. Von den Esswaren etwas zur Seite stellen, um die Tiere abzulenken. Zucker, Eiweiss, Glace, Grillfleisch, Drinks in offenen Gläsern sind wahre Fress- und Trinkquellen für Wespen.

Um die Wespen vom Tisch zu halten, aus einer Sprühflasche ganz normales Leitungswasser sprühen. Wenn die Wespen angesprüht werden, nehmen sie an, dass es regnet und fliegen davon.

Gravierender als ein paar Wespen am Esstisch ist ein ganzes Wespennest. Sind Wespennester in der Nähe, bewahren Sie Ruhe und melden dies der Feuerwehr. Wespen sterben nach dem Sommer bis auf die Königin. Die meisten Wespenarten sind Ende August verschwunden, was allerdings vom Wetter abhängt.

Wie kann man sich schützen?

  • Süsse Speisen, Fleisch, Früchte gut abdecken.
  • Wespen nie töten. So lockt man noch mehr Tiere an.
  • Nie wegblasen oder mit einem Gegenstand wegtreiben.
  • Nie aus einer offenen Flasche oder Dose trinken.
  • Gläser immer abdecken.
Eines der Hausmittel: Nelken, etwa in Form einer mit Nelken besteckten Zitrone.

Alte Hausmittel zur Abwehr

  • Basilikum
  • Gewürznelken
  • Knoblauch
  • Salmiak
  • Lavendel
  • Räucherstäbli
  • Weihrauch
Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter herisau24