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Herisau
19.08.2020
22.08.2020 11:40 Uhr

Gemeinde Herisau informiert zur Bahnhofsabstimmung

Die Gemeinde Herisau informierte am Abend vom 18. August 2020 zur Bahnhofsabstimmung. Die drei Referenten Max Eugster, Urban Keller und Dölf Biasotto beleuchteten das Projekt von verschiedenen Seiten und gaben Auskunft über das Geplante und die Abstimmungen vom 27. September 2020.

Was für die Bewohnerinnen und Bewohner San Franciscos die Golden Gate Bridge, für die New Yorkerinnen und New Yorker das Empire State Building und für die Einwohner Sydneys die Oper ist, könnte für die Herisauerinnen und Herisauer der neu gestaltete Bahnhof werden. Zugegeben, ganz so grosse Wellen wie die zuerst erwähnten Projekte wird der Bahnhof, im Falle einer Realisierung, nicht werfen und dennoch wird hier etwas geplant, dass den Einwohnerinnen und Einwohner Herisaus und den Gästen der Region über Generationen hinweg dienen, Freude bereiten und die Umgebung - Tor ins Appenzell - prägen soll.

Der Herisauer Gemeindepräsident Kurt Geser begrüsste die Anwesenden und führte durch die Informationsveranstaltung im Casino Herisau.

Gemeinderat Max Eugster zeigte eindrücklich auf, wo konkret der Schuh drückt. Seit der letzten grossen Erneuerung in den 1970er Jahren entwickelte sich der Bahnhof und das gesamte Areal zu einem Flickwerk, welches in vielerlei Hinsicht den Ansprüchen eines modernen Bahnhofs nicht mehr gerecht wird. So sind die Wege, speziell für Personen im Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen und nicht ortskundige Reisende, so umständlich, dass das Erreichen von Anschlüssen für die Weiterreise nicht immer gewährleistet werden kann. Auch in puncto Sicherheit hat der Bahnhof heute unschöne Mängel, so kommen sich heute Lieferanten, Fussgänger, Buse und Autofahrer im Bahnhofsareal leicht in die Quere. Dem soll das Projekt «Bahnhofsplatz mit Bushof» endlich Abhilfe schaffen. Geplant sind eine Verlegung der Gleise der Appenzellerbahnen, eine Verschiebung des Bahnhofskreisels und schlussendlich ein neuer Bushof mit Zentralplatz, Quartiererschliessung ins Ebnet und einem Panoramaweg. Just an diesem Abend konnte Max Eugster bekannt geben, dass kurz vor der Veranstaltung die Bewilligung des Bundes für die Gleisverschiebung der Appenzellerbahnen erteilt wurde und somit auch finanzielle Mittel gestellt werden.

Urban Keller, Kantonsingenieur, informierte über die Änderungen an den Kantonsstrassen, welche die Verschiebung des Bahnhofskreisels mit sich ziehen – ein Unterfangen, dass das Bild rund um den Bahnhof verändern wird und sowohl die Mühlestrasse, als auch die Gossauerstrasse betreffen wird.
Als letzter Referent trat Regierungsrat Dölf Biasotto ans Mikrophon und zeigte auf, welche positiven Entwicklungen das Projekt für die Bevölkerung der Region erschliesst, neben mehr Komfort und Sicherheit beim Reisen, kann hier Platz für neue Unternehmungen entstehen, was neue Arbeitsplätze generiert. In seinen abschliessenden Worten bekundete Gemeindepräsident Kurt Geser seine Überzeugung, dass das Projekt der Bevölkerung über Generationen hinweg eine Funktion und eine Nutzung geben wird, die Freude macht.

Weiter wird der Gemeinderat am 22. August 2020 auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit der Bevölkerung suchen, Fragen beantworten und das Modell des neuen Bahnhofsareals zeigen.

Am 27. September stimmen die Herisauerinnen und Herisauer über den Bruttokredit von 40.88 Mio. Franken, wovon die Gemeinde schlussendlich 18.7 Mio. Franken selbst bezahlen muss, ab. Ebenfalls stimmt das Volk auf kantonaler Ebene über den Kredit von 13,3 Mio. Franken für die Verschiebung des Kreisels ab.

 

bb