Home Region In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Sport
19.09.2020

«Elternznacht» der Sportlerschule Appenzellerland

Kugelstoss-Schweizermeisterin Miryam Mazenauer nimmt am Verpflegungsstand Gratulationen entgegen.
Gegen 100 Gäste fanden sich kürzlich vor dem Zeughaus Teufen ein. Traditionell habe die Sportlerschule die Eltern jeweils zu einem Frühstück eingeladen, sagte Hans Höhener, der Präsident der Trägerorganisation Appenzellerland Sport. «Das Lokal wäre unterdessen zu klein. Wir freuen uns, dass Sie bei dieser Premiere zu Wurst und Brot dabei sind.»

Der Ort sei gut gewählt. «Hier im Zeughaus hat 2004 eine Zukunftswerkstatt stattgefunden. Und ich durfte damals die Idee einer Sportschule im Appenzellerland präsentieren.» Mit neun Jugendlichen startete der Betrieb ein Jahr später – unterdessen gehören 102 junge Athletinnen und Athleten der Sportlerschule an. Zusätzlich werden von der Organisation rund 70 Sportlerinnen und Sportler betreut, die einzelne Einheiten nützen.

"Botschaften weitergeben"

Höhener sprach von einer unglaublichen Entwicklung – zahlenmässig und leistungsmässig. Dies bestätigte René Wyler, der Leiter der Sportlerschule. «Immer mehr schaffen unsere Schülerinnen und Schüler Limiten und Qualifikationen für internationale Anlässe und holen dort Medaillen.» Aktuell machen der Zehnkämpfer Simon Ehammer und die Kugelstösserin Miryam Mazenauer mit spektakulären Leistungen auf sich aufmerksam. Es sei sehr schön zu verfolgen, wenn sich die beiden mit den Neulingen austauschen würden, sagte Wyler. «Sie geben manchmal jene Botschaften an die Jungen weiter, die sie vor ein paar Jahren selber von uns gehört haben.» Dies trage zu einer gewinnbringenden Leistungskultur bei. Mazenauer bediente die Eltern am Verpflegungsstand und durfte Glückwünsche zu ihrem Schweizermeister-Titel entgegennehmen. Eltern, Trainer und Mitarbeitende der Geschäftsstelle tauschten sich aus und erhielten Informationen.

Die Leidenschaft vorleben

Wyler dankte den Eltern für die Unterstützung, die Begleitung und das Vertrauen in die Arbeit an der Sportlerschule. Die individuellen Wochenpläne, die Abstimmung von sportlichen Terminen und schulischer Präsenz würden weiterhin eine sehr minutiöse Koordination erfordern. «Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen in Trogen, Herisau und Teufen.» Hans Höhener lebe die Leidenschaft für das Gelingen in Sport, Schule und Ausbildung - obwohl schon im Pensionsalter - immer noch vor. Ein wichtiger Schwerpunkt liege im Athletikbereich, erzählte Wyler. In Zusammenarbeit mit der Physiotherapie FH in Landquart läuft aktuell eine Untersuchung zum Rumpfkrafttraining. Die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft werden eingebaut. Man lege grossen Wert auf eine hohe Fachkompetenz im Trainerteam. «Die Sportschüler sind in ihren Sportarten hohen Belastungen ausgesetzt. Ein wichtiges Ziel ist, die Belastungsverträglichkeit zu verbessern. Wir dürfen feststellen: Unsere Jugendlichen erleiden sehr wenige Verletzungen.» (pd)

pd