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16.02.2021

Aktuelle News der Gemeinde Stein

Gemeinderat Stein informiert über diverse Wahlen und Erhöhung des Wasserpreises.

Wahl von Urs Meier und Fabio Moser zum Materialwart bzw. Materialwart Stv. der Feuerwehr

Der bisherige Materialwart der Feuerwehr Stein, Roman Krüsi, hat sein Arbeitsverhältnis per Ende Februar 2021 gekündigt. Der Gemeinderat konnte mit Urs Meier, wohnhaft in Stein, einen pflichtbewussten und fähigen Angehörigen der Feuerwehr zum neuen Materialwart wählen. Der Gemeinderat ist überzeugt, in ihm einen idealen Materialwart gewählt zu haben. Er tritt sein neues Amt per 1. März 2021 an.

Als Stellvertreter des Materialwartes amtet ebenfalls ab dem 1. März 2021 Fabio Moser, wohnhaft in Speicher. Fabio Moser ist per 1. Januar 2021 der Feuerwehr Stein beigetreten und übernimmt in Abwesenheit von Urs Meier dessen Aufgaben.

Der Gemeinderat dankt Roman Krüsi ganz herzlich für seine geleisteten Dienste in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig wünscht der Gemeinderat Urs Meier und Fabio Moser bereits heute einen guten Start und viel Befriedigung bei den neuen Tätigkeiten.

Wahl von Oliver Hörler in die Bau- und Strassenkommission

Aufgrund des Rücktrittes von Fredi Höhener aus der Bau- und Strassenkommission per 31. Mai 2021 befasste sich die Bau- und Strassenkommission mit der Wiederbesetzung des Amtes. In Oliver Hörler, derzeit noch wohnhaft in Teufen, konnte ein ausgewiesener Fachmann für die gemeinderätliche Kommission gefunden werden. Oliver Hörler und seine Familie werden demnächst nach Stein in ziehen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit Oliver Hörler eine Person mit viel Know-How für die Kommission gefunden zu haben und freut sich bereits heute auf eine angenehme Zusammenarbeit. Der Amtsantritt erfolgt per 1. Juni 2021.

Wahl von Ursula Hitz als Klassenassistenz

Während längerer Zeit wurden einige Klassenlehrpersonen von einem Zivildienstleistenden oder einem Praktikanten unterstützt. Oft sind hohe Klassenbestände oder eine Integration von Schülerinnen und Schülern mit Handicap Grund für diese Unterstützung. Diese Personen sind für die Schule immer schwieriger zu rekrutieren.

Auf Antrag der Schulkommission hat der Gemeinderat eine Klassenassistenz für den Kindergarten und die Primarschule gewählt. Ursula Hitz, wohnhaft in Herisau, übernimmt diese Arbeitsstelle im Pensum von 70% per 1. April 2021. Das Arbeitsverhältnis ist befristet bis am 31.07.2022. Der Gemeinderat gratuliert Ursula Hitz ganz herzlich zur Wahl und wünscht ihr bereits heute viel Freude und Zufriedenheit an ihrer neuen Arbeitsstelle.

Erhöhung des Wasserpreises

Gemäss Reglement über die Wasserversorgung verfolgt die Wasserversorgung der Gemeinde Stein das Prinzip der Eigenwirtschaftlichkeit. Der Bau und Betrieb der Wasserversorgung soll weitgehend selbsttragend sein. Zur Kostendeckung stehen Beiträge der öffentlichen Hand und der Assekuranz, Erschliessungsbeiträge sowie Anschluss- und Benützungsgebühren zur Verfügung.

Die jährlich wiederkehrenden Benützungsgebühren setzen sich aus einer Grundgebühr und einer Verbrauchsgebühr zusammen. Die Grundgebühr bemisst sich nach der Wasserzählergrösse (grösster Durchfluss Qmax). Sie ist auch zu entrichten, wenn kein Wasser bezogen wird. Die Verbrauchsgebühr wird pro m3 der bezogenen Wassermenge erhoben.

In den vergangenen Jahren wurden erhebliche, gebührenfinanzierte Aufwendungen für den Betrieb und Unterhalt der Leitungen getätigt. Für die Sicherstellung einer weiterhin einwandfrei funktionierenden und qualitativ hochstehenden Infrastruktur sind fortlaufende Aufwendungen nötig. In den letzten Jahren sind auch die Ansprüche der Konsumenten und Gesetzgeber bezüglich Versorgungssicherheit, Wasserqualität, Lebensmittelsicherheit und Brandbekämpfung gestiegen. Weiter hat sich der Wasserankauf in den letzten Jahren verteuert. Der aktuell gültige Wasserpreis gilt seit dem 1. Oktober 2002.

Die aktuellen finanziellen Mittel der Wasserversorgung reichen nicht aus, um die künftigen Aufwände aus eigenen Mitteln zu stemmen. Aus diesem Grund schlug die Wasserkommission vor, die Erstellung von neuen Leitungen sowie den Ersatz von über 100-jährigen Leitungen über die Investitionsrechnung zu finanzieren, sofern die Aktivierungsgrenze von CHF 50'000 überschritten wird. Damit können die Projekte mit erhöhter Dringlichkeit verwirklicht werden. Mit der Erhöhung des Wasserpreises soll im gleichen Schritt das Prinzip der Eigenwirtschaftlichkeit wiederhergestellt werden.

Die beabsichtigte Erhöhung der Verbrauchsgebühren von bisher CHF 1.80 / m3 auf neu CHF 2.40 / m3 sowie der Grundgebühr von bisher CHF 18.00 auf neu 30.00 pro m3 Qmax Zählergrösse wurde dem Preisüberwacher zur Begutachtung eingereicht.

Der Preisüberwacher empfiehlt, die Wassergebühren nicht zur erhöhen, sondern mittelfristig auf ein Gebührensystem umzustellen, bei welchem der Anteil der Grundgebühr an den Gesamteinnahmen erhöht wird. Diese Empfehlung entspricht nicht der gängigen Praxis und dem Wasserreglement, das das Prinzip der Eigenwirtschaftlichkeit verfolgt. Die Grundgebühr soll erhöht werden, was nicht einem verursachergerechten Tarif entspricht. Zudem werden die bei uns häufig anzutreffenden Haushalte mit wenig Personen unverhältnismässig belastet. Die Motivation zum Wassersparen wird nicht gefördert. Die Bildung einer Rücklage wird verunmöglicht. Durch die Verordnung über die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen (VTM) ist anzunehmen, dass in absehbarer Zeit noch nicht bezifferbare Kosten auf uns zukommen.

Der Gemeinderat betrachtet eine Erhöhung des Wassertarifes, d.h. die Anpassung der Grundgebühr und der Verbrauchsgebühr als das passende Instrument, um unseren Auftrag zu erfüllen und eine funktionierende Wasserversorgung zu gewährleisten.

Nach Beurteilung der Gebührenerhöhung durch den Preisüberwacher hat der Gemeinderat entschieden, an einer Gebührenerhöhung festzuhalten. Die Gebühren werden wie folgt neu festgelegt:

Verbrauchsgebühr: CHF 2.30 / m3

Grundgebühr: CHF 30.00 pro m3 Qmax Zählergrösse

Im Vergleich zum Wasserpreis mit anderen Gemeinden in unserer Region sind die Gebühren der Gemeinde Stein auch mit den angepassten Tarifen noch immer im unteren Bereich angesiedelt. Der Gemeinderat ist überzeugt, mit dieser Erhöhung die Kosten für die Wasserversorgung langfristig tragen zu können und die notwendigen Instandhaltungen der Leitungen vornehmen zu können. Die neuen Gebühren gelten ab dem 1. Oktober 2021.

Kenntnisnahme der Inspektionsberichte

Der Gemeinderat nahm Inspektionsberichte über das Betreibungsamt (inspiziert vom Obergericht), über das Grundbuchamt (inspiziert vom Grundbuchinspektor) sowie über die Beurkundungstätigkeit (inspiziert vom Beurkundungsinspektor) zur Kenntnis. In sämtlichen Berichten wird den zuständigen Personen sorgfältige, zuverlässige und gute Arbeit attestiert. Der Gemeinderat freut sich sehr über diese positiven Beurteilungen und dankt den handelnden Personen ganz herzlich für ihren Einsatz.

 

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