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Urnäsch
30.04.2021

Urnäsch: Rechnung 2020 mit erfreulichem Überschuss

Gemeindepräsident Peter Kürsteiner (rechts) dankt Willi Urbanz für sein langjähriges Engagement in der Geschäftsprüfungskommission. Bild: Gemeinde Urnäsch
Die Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Urnäsch schliesst bei Ausgaben von 20,19 Mio. Franken mit einem Einnahmenüberschuss von 390 000 Franken. Der Gemeinderat zeigt sich über den Besserabschluss um 700 000 Franken erfreut. Weitere Themen an der Versammlung waren die Schulstrategie, der Kanzleineubau sowie das Projekt Chräg.

Gemeinde Urnäsch

Anlässlich der Orientierungsversammlung unter der Leitung von Gemeindepräsident Peter Kürsteiner liessen sich die zwei Dutzend Interessierten in cornonakonformem Abstand von den Mitgliedern des Gemeinderats über die gut abschliessende Jahresrechnung 2020 sowie weitere aktuelle Themen informieren. 

Gründe für den guten Abschluss

Hauptgründe für den guten Abschluss sind nach den Ausführungen von Gemeinderat Iwan Schnyder zum einen über dem Budget liegende Steuereinnahmen und zum anderen drei nicht realisierte Strassenbauvorhaben. Ein Wermutstropfen bildet hingegen der Rechnungsabschluss im Wohn- und Pflegezentrum Au, wo letztes Jahr ein Verlust von 175 000 Franken resultierte.  Ursachen für dieses Ergebnis sind, so Gemeinderätin Cornelia Weiler der coronabedingte Mehraufwand und Mindereinnahmen wegen schlechter Zimmerauslastung.  Derzeit normalisiere sich die Situation aber langsam wieder.

Im letzten Jahr hat die Gemeinde Urnäsch 1,5 Mio. Franken investiert. Die grössten Brocken sind die 959 000 Franken in den laufenden Neubau der Gemeindekanzlei sowie die Anschaffung eines Kombischleppers für   den Forstbetrieb zum Preis von 460 000 Franken. 

Alles in allen, so das gemeinderätliche Fazit an der Orientierungsversammlung, präsentiert sich die finanzielle Situation der Gemeinde erfreulich. Wichtig sei jedoch auch in Zukunft ein haushälterischer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.  Die Rechnung unterliegt jetzt bis am 14. Mai dem fakultativen Referendum, wird dieses nicht benutzt, gilt die Rechnung als genehmigt. 

Strategie für Schule Urnäsch

Die Schule Urnäsch erarbeitet zurzeit eine Strategie für ihre Entwicklung in den nächsten Jahren. «Wir müssen den Kindern in Kindergarten und Schule Fähigkeiten mitgeben, damit sie sich in ihrem späteren Leben zurechtfinden werden», sagte Gemeinderat und Schulpräsident Thomas Thym bei seiner kurzen Erläuterung der «Strategie Schule 2025». Eine Arbeitsgruppe habe sich in den letzten Monaten mit der Frage befasst, welche Herausforderung an die Gesellschafft und die Schule in Zukunft gestellt würden. Aufbauend darauf wurden dafür erforderliche Fähigkeiten formuliert: Kreativität, offenes und kritisches Denken, Kommunikation sowie Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion. «Es gilt aber auch bei den Heranwachsenden Freude, Neugier, Leidenschaft und Begeisterung zu wecken», betonte Thomas Thym. In einer nächsten Phase der Erarbeitung der Schulstrategie werden jetzt dann fünf konkrete Projekte definiert, welche dann in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Anschliessend wird das Schulprogramm auf die strategische Ausrichtung angepasst; wobei, so unterstrich der Schulpräsident, die kantonalen Vorgaben selbstverständlich zu berücksichtigen seien. 

Neue Kanzlei ist auf Kurs . . .

Im Anschluss an die Rechnungspräsentation und die Erläuterung der Schul-Strategie nutze der Gemeinderat zu Informationen über zwei aktuelle Projekte. Der bereits aufgerichtete Neubau der Gemeindekanzlei komme bauliche voran und auch finanziell sehe es gut aus, sagte der zuständige Gemeinderat Chläus Hörler. Der Bezug der neuen Räumlichkeiten werde wie geplant im Dezember dieses Jahres erfolgen. Dass ein Grossteil der Arbeiten an das örtliche Gewerbe geht und ausschliesslich Holz aus Urnäscher Wäldern verbaut wird, wurde positiv vermerkt.

. . . und Chräg nimmt Gestalt an

Vor einigen Monaten haben die Stimmberechtigten dem Verkauf der Gemeindeliegenschaft Chräg an den eng mit Urnäsch verbundenen Architekten Urs Weidmann zugestimmt. In Vertretung des neuen Besitzers informierte Chläus Hörler, der als Privatperson in der Jury für den Projektwettbewerb dabei ist, über «den Stand der Dinge». Angedacht sei der Bau einer Rehaklinik und aus einem Projektwettbewerb sei das Projekt der Zürcher Architekten Lüdi Müntener GmbH hervorgegangen. Jetzt werde die Detailplanung an die Hand genommen und in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Instanzen ein bewilligungsfähiges Projekt ausgearbeitet.

Kommissionsmitglieder verabschiedet

Auf das Ende des Amtsjahres 2020/21 treten in Urnäsch vier Behördenmitglieder zurück: Willi Urbanz, nach 14 Jahren Mitarbeit in der Geschäftsprüfungskommission, von 2016 bis 2021 als deren Präsident; Hansruedi Messmer, nach 26 Jahren Mitarbeit in der Umweltschutz-/Entsorgungskommission; Uschi Steingruber nach neun Jahren als Mitglied der Energiekommission; und Roman Forster nach acht Jahren als Sicherheitsdelegierter BfU.

Gemeinde Urnäsch