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Immo & Bau
21.06.2021
21.06.2021 10:08 Uhr

Preise steigen in AR stärker als im Schweizer Schnitt

Preise in den Gemeinden. Bild: SGKB
René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden St. Galler Kantonalbank AG: "Appenzell Ausserrhoden als beliebte Wohnregion verzeichnet eine spürbar steigende Nachfrage. Die Preissteigerungen liegen deshalb über dem Schweizer Durchschnitt."

Die Coronavirus-Pandemie hat auch in der Region Appenzell-Ausserrhoden dazu geführt, dass mehr Wert auf die eigenen vier Wände gelegt wird. So ist aktuell eine spürbar steigende Nachfrage nach Wohneigentum zu beobachten: Im September 2020 wurden auf den Vermarktungsplattformen 43 Prozent mehr Suchabos für Eigentumswohnungen als im Vorjahr registriert, bei Einfamilienhäusern betrug die Zunahme immerhin 26 Prozent.

Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten scheinen dem Kaufinteresse keinen Abbruch zu tun, im Gegenteil: Viele, die über das nötige Eigenkapital verfügen, ziehen offensichtlich gerade jetzt den Kauf einer Immobilie in Erwägung. In der Folge gewannen hier im vergangenen Jahr sowohl Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäuser deutlich an Wert.

René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden der St. Galler Kantonalbank. Bild: SGKB
Preisentwicklung Bild: SGKB

Angebot und Baumarkt:
Appenzell-Ausserrhoden zählt zu denjenigen Ostschweizer Regionen mit der geringsten Auswahl an Eigentumswohnungen. So waren hier im 3. Quartal 2020 lediglich 2.2 Prozent aller Eigentumswohnungen ausgeschrieben. Ähnlich klein ist das Einfamilienhausangebot mit 2.0 Prozent Anteil am Bestand. Allerdings wurden jüngst wieder deutlich mehr Baubewilligungen für Projekte im Stockwerkeigentum erteilt, sodass die Neubautätigkeit anziehen und zumindest die Zahl der angebotenen Eigentumswohnungen steigen dürfte.

Preisentwicklung:
Die Preise der gehandelten Eigentumswohnungen liegen im Appenzellerland 3.7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Noch stärker haben die Preise der Einfamilienhäuser zugelegt: Deren Wertzunahme betrug im dritten Quartal 2020 durchschnittlich 5.7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit fielen die Preisanstiege in beiden Eigenheimsegmenten noch stärker aus als im landesweiten Durchschnitt.


Ausblick:
Unter der Annahme einer baldigen konjunkturellen Erholung dürfte der Appenzeller Eigenheimmarkt robust bleiben. In vielen ländlich geprägten und noch gut erreichbaren Gebieten sind angesichts der Corona-Pandemie neue Nachfrageimpulse auf den Wohneigentumsmärkten erkennbar. Das Angebot ist in dieser Region hingegen knapp, auch wenn wieder etwas mehr Bauprojekte geplant sind. Nicht zuletzt dürften auch die tiefen Hypothekarzinsen für eine positive Preisentwicklung sorgen.

Zahlenspiegel Gemeinden AR Bild: SGKB
SGKB