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Herisau
13.09.2021

Lions-Club Herisau: Preis für Alina Loacker

Alina Loacker freute sich über den Anerkennungspreis, den ihr Lions-Club Präsidentin Annette Joos überreichte. Bild: Lions-Club Herisau
Bereits zum 4. Mal konnte die Präsidentin des Lions-Club Herisau Annette Joos am 7. September in der Wyburg Herisau den Jugendanerkennungspreis überreichen. Ausgezeichnet wurde Alina Loacker für ihre Maturaarbeit „Klimawandel für Primarschüler: Wie man den Kindern die Zukunft erklärt“.

Mit dem Anerkennungspreis zeichnet der Lions-Club Herisau seit vier Jahren junge Appenzellerinnen und Appenzeller aus, die Herausragendes leisten. Die Jury hat auch in diesem Jahr wieder eine gute Wahl getroffen. Der Jungendanerkennungspreis steht unter der Federführung des Gründervaters René Schoch und ist eine eigentliche Erfolgsgeschichte im Sinne der Jugendförderung geworden.

Alina Loacker erläutert ihre Arbeit

Nach der Begrüssungslaudatio der Lions-Club Präsidentin Annette Joos gab Alina den Anwesenden eloquent, gewinnend und souverän einen Einblick in ihre Beweggründe für ihre Themenwahl.

Die heutige Jugend ist die 1. Generation, die die Klimakrise zu spüren bekommt und etwas ändern kann. Wohl reden alle über den Klimawandel, aber ob alle die Komplexität verstehen, ist eine andere Sache, gerade bei Kindern. Genau da setzt Alina Loacker mit ihrer Arbeit an. Sie hat eine Unterrichtseinheit entwickelt, die die Kinder über den Klimawandel aufklärt und ihnen zeigt, was sie im Alltag tun können, um ihr Leben umweltbewusster zu gestalten. Da geht es nicht um weltbewegende Aktionen, sondern um kleine Änderungen in den Alltagsgewohnheiten, die viel bewirken können.

Ihre Unterrichtseinheit ist so aufgebaut, dass sie anhand von einem Wandtafelbild den Treibhauseffekt einfach erklärt. In einer Gruppenarbeit erarbeiten die Kinder die Auswirkungen auf Mensch und Natur. Nach einer Bewegungspause und einem Film vertieft sie auf spielerische Art die Thematik mit einem Klimaleiterlispiel, in dem die Kinder die Spielfiguren sind.

Sie regt in ihren Einheiten die Kinder an, in ihrem Umfeld auch diejenigen mit dem Thema zu konfrontieren, die etwas bewirken können.

Alina Loacker hat nicht  nur die Unterrichtseinheit geschrieben, sondern sie auch gleich bei drei Klassen im Appenzellerland selber vermittelt und unterrichtet. Mittlerweile sind  weitere 15 Klassen dazugekommen. Sie erlebt, dass die Kinder grosses Interesse zeigen und sich voll in das Thema eingeben.

Das Thema hat auch eine unangenehme, bedrückende Seite und kann in Kindern Ängste auslösen. Diese Problematik ist Alina Loacker sehr bewusst, das hat sie mit den Kindern auch entsprechend thematisiert, ihnen Mut gemacht und angeregt aktiv zu werden, etwas zu bewegen und zu verändern, damit sie zuversichtlich bleiben können.

Die weiteren Ziele der Anerkennungspreisgewinnerin sind die unteren und oberen Schulstufen, damit die Thematik regelmässig, stufengerecht, laufend vertiefter behandelt wird und so im Bewusstsein der Kinder einen entsprechenden Stellenwert bekommt.  Als Mitglied der Klimagruppe AR hat sie ein motiviertes, unterstützendes Netzwerk, im Speziellen steht ihr ihre engagierte Freundin Hanna Hochreutener zur Seite.

Im Anschluss an ihr Referat stellte sie sich kompetent und überzeugend den Fragen der Gäste. Offen und interessiert nahm sie auch Anregungen entgegen, wie z.B. die Vernetzung mit Pädagogischen Hochschulen, Bildungsverantwortlichen oder die Kontaktaufnahme mit Lehrmittelverlagen. Weiter wünschte man der Preisträgerin viel Erfolg auf ihrem weiteren Studienweg, der sie an die Universität Bern führt, wo sie sich für Sozialwissenschaften und Geografie  eingeschrieben hat.

Das Flötenensemble gab dem Anlass eine sehr festliche Note . Bild: Lions-Club Herisau 
«Die drei wichtigsten klimarelevanten Handlungsfelder sind für mich: der massvolle Fleischkonsum, die Heizungstechnologie und die Mobilität.»
Alina Loacker, Trägerin des Jugendanerkennungspreis 2021 des Lions-Club Herisau
Lions-Club Herisau